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Optische Strahlung

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Optische Strahlung

UV-Schutz für die Haut

Ultraviolette (UV-)Strahlung kann unsere Haut nachhaltig schädigen. Darum wird dringend empfohlen, die Haut mit einer auf den Hauttyp abgestimmten Sonnencreme zu schützen.

Sonnencreme kann ein geeigneter Schutz gegen Sonnenbrand sein, ersetzt aber auf keinen Fall andere Schutzmaßnahmen wie Bekleidung, Kopfbedeckung, Sonnenbrille und natürlichen Schatten. Trotz Sonnenschutzmittel dringt noch ein Teil der UV-Strahlung in die Haut ein. Die UV-bedingten Schäden in der Haut entstehen bereits lange, bevor ein Sonnenbrand auftritt. Darum ist die Einhaltung aller Sonnenschutzregeln neben der richtigen Anwendung von Sonnenschutzmitteln wichtig!

Wodurch schützen Sonnenschutzmittel vor der UV-Strahlung?

Sonnencremes und -lotionen enthalten physikalische und/oder chemische UV-Filter. Da die einzelnen Substanzen in der Regel keinen Schutz über das gesamte UV-Spektrum hinweg bieten, werden meist mehrere Stoffe kombiniert.

Die chemischen Filter absorbieren energiereiche Strahlung und geben sie als energieärmere, langwelligere Strahlung wieder ab. Die Stoffe dringen in die obere Hautschicht (Epidermis) ein, weshalb ein Sonnenschutz erst nach etwa 30 Minuten gewährleistet ist.

Weil chemische Sonnenschutzmittel eher Hautallergien auslösen können, wählen empfindliche Personen besser physikalische Sonnenschutzmittel. Die physikalischen Filter, die durch mikroskopisch kleine Partikel (zum Beispiel weißes Zinkoxid) wirken, streuen und reflektieren das Licht hauptsächlich.

Der Lichtschutzfaktor

Trotz Sonnenschutzmittel dringt noch ein Teil der UV-Strahlung in die Haut ein; sie schützen deshalb nicht vor langfristigen Schäden der Haut. SonnenmilchTrotz Sonnenschutzmittel dringt noch ein Teil der UV-Strahlung in die Haut ein; sie schützen deshalb nicht vor langfristigen Schäden der Haut.

Der Lichtschutzfaktor beschreibt im Wesentlichen den Schutz vor UV-B-Strahlung und wird weltweit nach der "Internationalen Methode zur Bestimmung des Lichtschutzfaktors" festgelegt. Er gibt an, wie viel länger man sich mit einem Sonnenschutzmittel der Sonne aussetzen kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen, als dies ohne das Sonnenschutzmittel möglich wäre.

Die Abschätzung des erforderlichen Lichtschutzfaktors hängt also zum Einen vom Hauttyp ab, zum Anderen davon, wie intensiv die Sonne strahlt, also vom aktuellen UV-Index. Lichtschutzfaktor 20 bedeutet zum Beispiel, dass man theoretisch 20-mal länger in der Sonne bleiben kann, bevor man einen Sonnenbrand bekommt, als wenn man sich ungeschützt der Sonne aussetzt. Wenn die Eigenschutzzeit zum Beispiel zehn Minuten beträgt und ein Sonnenschutzfaktor von 20 benutzt wird, so kann man sich rein theoretisch 10 Minuten * 20 = 200 Minuten (circa drei Stunden) der Sonnenbestrahlung aussetzen, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen.

Aber Achtung: Da trotz Sonnenschutzmittel noch ein Teil der UV-Strahlung in die Haut eindringt, schützen Sonnenschutzmittel nicht vor langfristigen Schäden der Haut wie zum Beispiel vor Hautkrebs! Deshalb sollte Sonnencreme nicht genutzt werden, um den Aufenthalt in der Sonne beliebig auszudehnen. Die entsprechend dem ausgewiesenen Lichtschutzfaktor erhöhte Schutzdauer sollte man deswegen grundsätzlich höchstens zu 60 Prozent ausschöpfen! Außerdem sind bereits erfolgte Aufenthalte in der Sonne zu berücksichtigen.

Wann wirkt ein Sonnenschutzmittel optimal?

Der ausgewiesene Schutz ist nur dann gegeben, wenn Sonnenschutzmittel auf alle freien Körperstellen in ausreichender Menge (circa 30 bis 40 Milliliter für den gesamten Körper) gleichmäßig aufgetragen werden und regelmäßig nachgecremt wird (mindestens alle zwei Stunden). Auch das Nachcremen nach dem Baden und dem Abtrocknen darf nicht vergessen werden. Aber Achtung: Das Nachcremen verlängert nicht die Schutzwirkung, es erhält sie nur.

Welches Sonnenschutzmittel ist gut für mich?

Gute Sonnenschutzmittel sollten fotostabil sein, dürfen also ihre Schutzwirkung nicht unter Einfluss von Licht verlieren, und sollten sowohl im UV-B- als auch im UV-A-Bereich schützen. Im September 2006 wurde eine Empfehlung der Europäischen Union (EU) herausgegeben, nach der Sonnenschutzmittel ein Mindestmaß an UV-A-Schutz bieten sollen. Sofern die Schutzleistung (UV-A-Schutzfaktor) mehr als ein Drittel des Lichtschutzfaktors beträgt, kann das Produkt eine entsprechende Kennzeichnung für ausreichenden UV-A-Schutz tragen.

Die Wahl für ein Sonnenschutzmittel hängt entscheidend vom Hauttyp ab. Je heller der Hauttyp, umso höher muss die Schutzwirkung des Produkts sein. Weiterhin ist die Wahl eines geeigneten Sonnenschutzmittels abhängig von der Intensität der UV-Strahlung, von einer eventuell bestehenden Überempfindlichkeit gegenüber Inhaltsstoffen der Sonnenschutzmittel und eventuellen durch Licht verursachten Hautkrankheiten. Kinder benötigen grundsätzlich einen höheren Lichtschutzfaktor als Erwachsene.

Die Europäische Klassifikation unterteilt Sonnenschutzmittel nach ihren Lichtschutzfaktoren in Schutzstufen:

  • leichter Schutz ("low protection"): Lichtschutzfaktor (LSF) 6 bis 10
  • mittlerer Schutz ("medium protection"): LSF 15 bis 25
  • hoher Schutz ("high protection"): LSF 30 bis 50 und
  • sehr hoher Schutz ("very high protection"): LSF mehr als 50

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) empfiehlt für Kinder einen Lichtschutzfaktor von mindestens 30, für Erwachsene mindestens 20. Aufenthalte in großen Höhen (zum Beispiel auf Gletschern), am Wasser und im Süden erfordern ein Sonnenschutzmittel mit einem hohen bis sehr hohen Schutz.

Stand: 21.03.2016

© Bundesamt für Strahlenschutz