Navigation und Service

Optische Strahlung

UV-Strahlung - Sonne - Solarien - Infrarot-Strahlung - Laser

Optische Strahlung

Warum Schutz vor UV-Strahlung?

  • UV-Strahlung kann in Haut und Augen zahlreiche gesundheitliche Schäden verursachen – im schlimmsten Fall Hautkrebs.
  • Allen gesundheitsschädlichen Konsequenzen zu hoher UV-Belastungen - auch Hautkrebs – kann sinnvoll mit entsprechenden Schutzmaßnahmen vorgebeugt werden.
  • Eine Orientierungshilfe bietet der UV-Index.
  • Kinder müssen besonders geschützt werden.

UV-Strahlung wirkt auf den menschlichen Körper. Betroffen sind Haut und Auge. Dort kann UV-Strahlung zahlreiche gesundheitliche Schäden verursachen – im schlimmsten Fall Hautkrebs. Die Häufigkeit von Hautkrebserkrankungen steigt in Deutschland – und weltweit – ständig weiter an. In Deutschland verdoppelt sich die Anzahl an Hautkrebsneuerkrankungen alle 10 bis 15 Jahre.

Allen gesundheitsschädlichen Konsequenzen zu hoher UV-Belastungen - auch Hautkrebs – kann sinnvoll mit entsprechenden Schutzmaßnahmen vorgebeugt werden. Eine Orientierungshilfe bietet der UV-Index (UVI): Je höher der UV-Index an einem Tag ist, desto höher ist die UV-Belastung und damit die Sonnenbrandgefahr. Desto eher und konsequenter sollte man sich schützen, indem man - in dieser Reihenfolge

  1. Schatten aufsucht oder spätestens ab einem UV-Index 8 im Haus bleibt,
  2. sich richtig anzieht und eine gute Sonnenbrille trägt
  3. unbedeckte Körperstellen mit einem guten Sonnenschutzmittel eincremt.

Dabei spielt auch der Hauttyp eine wichtige Rolle: Je empfindlicher die Haut gegenüber UV-Strahlung ist, desto eher treten Sonnenbrände auf und desto höher ist das Risiko für Hautkrebserkrankungen.

Warum müssen Kinder besonders geschützt werden?

Besonders bei Kindern muss darauf geachtet werden, hohe UV-Belastungen und Sonnenbrände unbedingt zu vermeiden! Denn plötzliche, starke UV-Belastungen (so genannte "intermittierende" UV-Belastungen) und Sonnenbrände in Kindheit und Jugend erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken um das 2-3-fache:

  • Zuviel UV-Strahlung und Sonnenbrände verursachen Erbgutschäden in den Hautzellen. Bei Kindern und Jugendlichen entwickelt sich der Körper – es geschehen im Vergleich zu Erwachsenen mehr Zellteilungen. Ein einmal gesetzter Erbgutschaden kann sich aufgrund der hohen Zellteilungsrate schnell vervielfältigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden im Erbgut bestehen bleibt, ist hier groß. Bleibende Schäden des Erbguts (Mutationen) können zu Krebs führen.
  • UV-Strahlung verursacht die Bildung von Pigmentmalen der Haut. Eine erhöhte Anzahl solcher aufgrund hoher UV-Belastungen und Sonnenbrände erworbener Pigmentmale (mehr als 50) sowie atypische Pigmentmale bedeuten ein erhöhtes Risiko, am schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom, zu erkranken.

Darum dürfen Säuglinge grundsätzlich nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Kinder müssen vor starker UV-Strahlung und Sonnenbrand geschützt werden. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre dürfen außerdem auf keinen Fall in's Solarium – das ist in Deutschland gesetzlich verboten.

Stand: 27.11.2018

Wie bewerten Sie diesen Artikel?

Experten-Information

Die Leitlinie „Prävention von Hautkrebs“ wurde im Rahmen des Leitlinienprogramms Onkologie erstellt und unterstreicht die Bedeutung des UV-Schutzes für die Vermeidung von Hautkrebs. Sie gibt Empfehlungen zum UV-Schutz und bietet umfangreiche Informationen über die unterschiedlichen Krebserkrankungen der Haut und ihre Entstehung.

© Bundesamt für Strahlenschutz