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Optische Strahlung

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Optische Strahlung

Warum Schutz vor UV-Strahlung?

Die individuelle Belastung durch natürliche ultraviolette (UV-) Strahlung und die damit verbundene gesundheitliche Gefährdung für den Menschen ist in hohem Maße durch das eigene Verhalten bestimmt. Belastung und Gefährdung sind somit individuell kontrollierbar. Entsprechende Schutzmaßnahmen sollten bei jeder Tätigkeit im Freien und besonders auch im Urlaub berücksichtigt werden.

Da wir vieles über die Wirkungen der UV-Strahlung wissen, haben wir eine gute Chance, uns zu schützen: Durch einen vernünftigen Umgang mit der Sonne können wir das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, vermindern. Eine wichtige Frage dabei ist, ab wann welche Schutzmaßnahmen erforderlich sind, um sich vor zu viel UV-Strahlung zu schützen.

Orientierungshilfe UV-Index

Eine Orientierungshilfe bietet hier der UV-Index (UVI). Je höher der UVI an einem Tag ist, desto schneller kann bei ungeschützter Haut ein Sonnenbrand auftreten.

Der UV-Index UV-IndexDer UV-Index

  • UVI 1 oder 2: Niedrige UV-Belastung. Es sind keine Schutzmaßnahmen erforderlich.
  • UVI 3 bis 7: Mittlere bis hohe UV-Belastung. Jetzt sollte man eine Kopfbedeckung aufsetzen, eine Sonnenbrille tragen, möglichst langärmelige T-Shirts, Hosen oder Röcke und Schuhe tragen. Alle freien Körperstellen sollten mit einem Sonnenschutzmittel gut eingecremt werden und zumindest mittags zwischen 11 und 15 Uhr sollte man sich im Schatten aufhalten.
  • UVI 8 und mehr: Sehr hohe UV-Belastung. Jetzt sollte man zusätzlich zur Kleidung, Kopfbedeckung, Hut, Sonnenbrille und Sonnenschutzmittel so viel wie möglich im Schatten bleiben und sich mittags zwischen 11 und 15 Uhr in Gebäuden aufhalten. Die in südlichen Ländern bei den Einheimischen übliche „Siesta“ hat durchaus ihren Sinn.

Wenn die UV-Strahlung von Schnee, Wasser, Asphalt oder Sand reflektiert wird, kann sie am Aufenthaltsort höher sein als durch den UVI angegeben. In solchen Situationen ist besonders auf einen ausreichenden Sonnenschutz zu achten.

Wie schnell man einen Sonnenbrand bekommen kann, hängt unter anderem davon ab, wie empfindlich man ist, also welchem Hauttyp man angehört.

Warum besonderer Schutz bei Kindern?

Besonders bei Kindern muss darauf geachtet werden, hohe UV-Belastungen und Sonnenbrände unbedingt zu vermeiden! Denn plötzliche, starke UV-Belastungen (so genannte "intermittierende" UV-Belastungen) und Sonnenbrände in Kindheit und Jugendzeit erhöhen das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken:

  • Zuviel UV-Strahlung und Sonnenbrände verursachen Erbgutschäden in den Hautzellen. Bei Kindern und Jugendlichen entwickelt sich der Körper – es geschehen im Vergleich zu Erwachsenen mehr Zellteilungen. Ein einmal gesetzter Erbgutschaden kann sich aufgrund der hohen Zellteilungsrate schnell vervielfältigen. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Schaden im Erbgut bestehen bleibt, ist hier groß. Bleibende Schäden des Erbguts (Mutationen) können zu Krebs führen.
  • UV-Strahlung verursacht die Bildung von Pigmentmalen der Haut. Eine erhöhte Anzahl solcher aufgrund hoher UV-Belastungen und Sonnenbrände erworbener Pigmentmale (mehr als 50) sowie atypische Pigmentmale bedeuten ein erhöhtes Risiko, am schwarzen Hautkrebs, dem malignen Melanom, zu erkranken.

Darum dürfen Säuglinge grundsätzlich nicht der direkten Sonne ausgesetzt werden. Kinder müssen vor starker UV-Strahlung und Sonnenbrand geschützt werden. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre gehören außerdem auf keinen Fall in ein Solarium – das ist in Deutschland gesetzlich verboten. Die Internationale Agentur für Krebsforschung berichtet, dass das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken, um 75 Prozent steigen kann, wenn man vor dem 30. Lebensjahr ein Solarium besucht.

Stand: 29.11.2016

© Bundesamt für Strahlenschutz