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Optische Strahlung

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Optische Strahlung

Laserpointer

Laserpointer sind Geräte etwa in der Größe eines Kugelschreibers, die zum Beispiel bei Vorträgen als optischer Zeigestab genutzt werden. Bei stichprobenartigen Messungen konnten Laserpointer mit teilweise gefährlich hohen Ausgangsleistungen gefunden werden, einige sogar mit falscher oder fehlender Klassifikation. Daher kann auch bei handelsüblichen Laserpointern das Risiko nicht ausgeschlossen werden, einen Augenschaden zu erleiden.

Einordnung in die Laserklassen

In der Regel sind die Laserpointer in Klasse 2 einzuordnen, das heißt ihre Leistung ist auf ein Milliwatt begrenzt. Sie gelten bei kurzzeitigem Hineinschauen für das Auge als ungefährlich, da durch die Blendwirkung innerhalb von 0,25 Sekunden ein Abwenden beziehungsweise ein Lidschlussreflex ausgelöst werden soll.

Laserpointer mit einer Laserstrahlleistung von bis zu fünf Milliwatt, die verstärkt in den Handel gelangen, sind in Klasse 3 einzuordnen. Bei ihnen sind primäre gesundheitliche Gefährdungen, wie zum Beispiel Netzhautschäden, nicht auszuschließen.

Gemäß der Technischen Spezifikation der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) zu Lasern als beziehungsweise in Verbraucherprodukten, dürfen frei im Raum beweglich betriebene Lasereinrichtungen (zum Beispiel Laserpointer, Entfernungsmesser, Nivellierlaser etc.), die lediglich zur Lichtprojektion eingesetzt werden, maximal der Laserklasse 2M angehören.

Ausreichende Schutzwirkung des Lidschlussreflexes fraglich

In einer von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAUA) durchgeführten Untersuchung zeigten bei typischen Laserklasse-2-Bedingungen nur 17% der Probanden einen Lidschlussreflex.

Treten die genannten Schutzreaktionen nicht auf oder werden sie unterdrückt, kann schon ein relativ kurzzeitiger Blick in den Laserstrahl Blendungseffekte und Nachbilder hervorrufen, die mit sekundären Gefährdungen verbunden sein können.

Empfehlung der Strahlenschutzkommission

Die Strahlenschutzkommission warnt in ihrer Empfehlung "Gefährdungen durch Laserpointer" (2005) vor dem Kauf und der Verwendung nicht klassifizierter Laserpointer und rät, im privaten Bereich nur Laserpointer der Klasse 1 zu verwenden und Laserpointer mit grünem Licht zu bevorzugen, da diese mit kleinerer Leistung größere Helligkeiten erreichen können. In einer Empfehlung aus dem Jahr 2010 "Blendattacken durch Laser" hat die SSK ihre Warnung vor einem missbräuchlichen Gebrauch von Lasern und insbesondere von Laserpointern noch einmal bekräftigt.

Um einer Schädigung der Augen vorzubeugen, lautet daher die wichtigste Regel beim Umgang mit Laserpointern:
Den Strahl nicht auf die Augen richten, beziehungsweise nicht in den Strahl schauen!

Laserpointer sind kein Kinderspielzeug!

Um einen unsachgemäßen Umgang mit Laserpointer durch Kinder zu vermeiden, sollten Laserpointer nicht als Spielzeug in die Hände von Kindern gelangen.

Kennzeichnung

Laserpointer müssen, wie andere Lasereinrichtungen auch, entsprechend ihrer Laserklasse gekennzeichnet werden. In der Gebrauchsanleitung müssen Warnhinweise enthalten sein.

Stand: 17.05.2016

© Bundesamt für Strahlenschutz