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Optische Strahlung

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Optische Strahlung

Laser und laserähnliche optische Strahlenquellen

Laser und andere starke Quellen optischer Strahlung zeichnen sich dadurch aus, dass sie in kurzer Zeit auf eine relativ kleine Fläche viel Energie einstrahlen. Laser selbst haben noch weitere herausragende Eigenschaften wie Kohärenz und eine sehr hohe Einfarbigkeit. Diese Eigenschaften ermöglichen viele Anwendungen sowohl in der Technik als auch in der Medizin und im Kosmetikbereich. Andererseits ergeben sich dadurch aber auch gesundheitliche Risiken, insbesondere bei unsachgemäßer Anwendung. Aufgabe des Strahlenschutzes ist es, diese Risiken zu erkennen und zu vermeiden.

Was ist Laserstrahlung?

In vielen Bereichen der Technik, der Medizin und der Kosmetik, aber auch im normalen Alltag werden starke Quellen optischer Strahlung für verschiedene Zwecke eingesetzt. Dazu zählen Lasergeräte, die schon seit längerem verwendet werden und sogenannte IPL-Systeme, die noch nicht so lange in Gebrauch sind. Gemeinsam ist diesen Strahlenquellen die Eigenschaft, in kurzer Zeit auf eine relativ kleine Fläche viel Energie einzustrahlen.

Anwendungen in Medizin und Kosmetik

Die Anwendungen von Lasern zu medizinischen und vermehrt auch zu kosmetischen Zwecken beruhen vor allem auf der starken Bündelung und der hohen Leistungsdichte des Laserstrahls. Außerdem macht man sich in der Medizin die Möglichkeit zunutze, den Strahl über flexible Lichtleiter weiterzuleiten. Dadurch werden endoskopische Eingriffe mit Hilfe von Lasern möglich. Welcher Lasertyp zum Einsatz kommt, richtet sich unter anderem nach der benötigten Leistungsdichte, der gewünschten Eindringtiefe im Gewebe oder danach, welche Wellenlänge von dem zu behandelnden Gewebetyp am besten absorbiert wird. Zunehmend werden neben Lasern auch andere hochenergetische Lichtquellen, wie IPL-Systeme (IPL = Intense Pulsed Light) eingesetzt.

Schutzmaßnahmen

Optische Strahlung von Lasern und konventionellen Lichtquellen unterscheidet sich nicht grundsätzlich in ihren biologischen Wirkungen. Durch die starke Bündelung der Laserstrahlung können jedoch so hohe Intensitäten (Bestrahlungsstärken bzw. Bestrahlungen) erreicht werden, dass damit spezielle Gewebereaktionen hervorgerufen werden können.

Anwendungen in Alltag und Technik

Aus den besonderen Eigenschaften der Laserstrahlung ergeben sich die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten: In der Fertigungstechnik macht man sich beim Bearbeiten verschiedener Materialien vor allem die hohe Leistungsdichte und die sehr starke Bündelung des Laserstrahls zunutze. Damit wird ein punktgenaues Bearbeiten der Werkstücke z.B. beim Schweißen, Schneiden und Bohren möglich. Eingesetzt werden dafür Laser mit Leistungen bis in den Kilowattbereich.

Biologische Wirkungen

Die gesundheitlichen Wirkungen der Laserstrahlung sind ähnlich wie bei normaler optischer Strahlung. Sie hängen stark von der Wellenlänge der Strahlung ab. Der Wellenlängenbereich der Laserstrahlung erstreckt sich von etwa 10.000 Nanometer (nm) bis etwa 200 nm, das heißt, vom Infrarotbereich über das sichtbare Licht bis zum kurzwelligen ultravioletten (UV-)Licht. Da die Eindringtiefe der Strahlung in biologisches Gewebe relativ gering ist, sind bei einem unbeabsichtigten Einwirken von Laserstrahlung beim Menschen vor allem die Haut und die Augen betroffen.

Laserpointer

Laserpointer sind Geräte etwa in der Größe eines Kugelschreibers, die zum Beispiel bei Vorträgen als optischer Zeigestab genutzt werden. Bei stichprobenartigen Messungen konnten Laserpointer mit teilweise gefährlich hohen Ausgangsleistungen gefunden werden, einige sogar mit falscher oder fehlender Klassifikation. Daher kann auch bei handelsüblichen Laserpointern das Risiko nicht ausgeschlossen werden, einen Augenschaden zu erleiden.

© Bundesamt für Strahlenschutz