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Nukleare Entsorgung

Lagerung - Transport - Überwachung radioaktiver Abfälle

Nukleare Entsorgung

Zwischenlager

Bis zum jetzigen Zeitpunkt steht in Deutschland kein betriebsbereites genehmigtes Endlager für radioaktive Abfälle zur Verfügung. Radioaktive Abfälle aus dem Betrieb und der Stilllegung von Kernkraftwerken sind bis zu ihrer Verbringung in ein Endlager deshalb zeitlich begrenzt in Einrichtungen zwischenzulagern.

Innenansicht des Zwischenlagers Nord (bei Lubmin)

Was sind Zwischenlager?

Die Zwischenlagerung ermöglicht es, die wärmeentwickelnden Abfälle abklingen zu lassen, das heißt die restliche Strahlungsintensität und Nachzerfallswärme wird vermindert. Damit wird zu einem späteren Zeitpunkt eine vereinfachte Verarbeitung und gegebenenfalls Freigabe der Stoffe ermöglicht und der Bedarf an Endlagervolumen reduziert.

Außenansicht des Zwischenlagers Nord

Zentrale Zwischenlager

An den Standorten Ahaus (Nordrhein-Westfalen) und Gorleben (Niedersachsen) wurden die beiden zentralen Transportbehälterlager (TBL) in Lagerhallen aus Stahlbeton eingerichtet. Das Zwischenlager Nord bei Lubmin ist eine Einrichtung zur Behandlung und Lagerung aller Arten radioaktiver Abfälle in der Gemeinde Rubenow (Amt Lubmin) in Mecklenburg-Vorpommern. Nur für das TBL Gorleben besteht eine Genehmigung zur Aufbewahrung für die aus der Wiederaufarbeitungsanlage AREVA NC (vormals COGEMA) in Frankreich zurückgeführten hochradioaktiven Glaskokillen. Im TBL Ahaus werden neben abgebrannten Brennelementen aus Leistungsreaktoren auch abgebrannte Brennelemente aus Forschungsreaktoren aufbewahrt.

Zwischenlager für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung

In der Bundesrepublik gibt es eine Vielzahl von Zwischenlagern für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung. Genehmigungs- und Aufsichtsbehörden für die Zwischenlagerung dieser Abfälle sind die zuständigen Behörden des Landes, in dem das Lager liegt.

Notizblock

Genehmigung von Zwischenlagern für Kernbrennstoffe

Das BfS ist die zuständige Behörde für die Genehmigung von Zwischenlagern für Kernbrennstoffe nach § 6 des Atomgesetzes. Erfahren Sie mehr über das Genehmigungsverfahren und seine Grundlagen, aktuelle Bekanntmachungen und den Stand der Rechtsprechung zu den Zwischenlagergenehmigungen.

Entstehung und Lagerung radioaktiver Abfälle in Deutschland

Dezentrale Zwischenlager

Bis zur Inbetriebnahme eines Endlagers für wärmeentwickelnde Abfälle sind diese Abfälle sicher zwischenzulagern. Bestrahlte Brennelemente aus dem Betrieb von Forschungs- und Leistungsreaktoren werden in der Bundesrepublik Deutschland in zentralen Zwischenlagern sowie in dezentralen Zwischenlagern aufbewahrt.

© Bundesamt für Strahlenschutz