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Nukleare Entsorgung

Lagerung - Transport - Überwachung radioaktiver Abfälle

Nukleare Entsorgung

Transporte

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) ist nach dem Atomrecht zuständig für die Genehmigung von Transporten von Kernbrennstoffen und Großquellen. Eine Genehmigung wird nur erteilt, wenn die Einhaltung der Vorschriften des Atomrechts und des Gefahrgutrechts vom Antragsteller nachgewiesen wird.

Nachdem das BfS die Beförderungsgenehmigung erteilt hat, müssen die zuständigen Aufsichtsbehörden darüber wachen, dass die gesetzlichen Anforderungen für die Sicherheit von Mensch und Umwelt eingehalten werden. Für die am häufigsten durchgeführten Transporte über die Straße sind dies die von den Bundesländern benannten Landesbehörden, bei Schienentransporten das Eisenbahn-Bundesamt.

Grafik eines CASTOR-Behälters in einem LKW

Wie werden radioaktive Stoffe transportiert?

Die Anwendung von radioaktiven Stoffen in vielen Bereichen des gesellschaftlichen Lebens, zum Beispiel Medizin (Diagnostik, Therapie), Technik (Durchstrahlungsprüfungen), Forschung oder Energiegewinnung (Ver- und Entsorgung von Kernkraftwerken) erfordert oftmals, diese radioaktiven Stoffe zu transportieren.

Castorbehälter auf einem Waggon

Genehmigung von Kernbrennstofftransporten

Will ein Transporteur Kernbrennstoffe transportieren, benötigt er eine Beförderungsgenehmigung. Dazu stellt er einen Antrag beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Das BfS prüft, ob die Sicherheitskriterien nach dem Atomgesetz (AtG) § 4 erfüllt sind und ob die Rechtsvorschriften über die Beförderung gefährlicher Güter eingehalten werden. Welche der beantragten Routen genutzt wird und wann der Transport stattfindet, liegt in der Verantwortung des Genehmigungsinhabers.

Schiff, Eisenbahn, Flugzeug, LKW

Zahlen und Fakten zu Kernbrennstofftransporten

Die vom BfS genehmigten Transporte von Kernbrennstoffen und Großquellen machen mit weniger als 500 Transporten pro Jahr lediglich einen geringen Anteil an der Gesamtzahl der Transporte radioaktiver Stoffe aus. Den zahlenmäßig größten Anteil haben Transporte radioaktiver Stoffe für Mess-, Forschungs- und medizinische Zwecke, die nicht vom BfS genehmigt werden, sondern anderen Regularien unterliegen. Der Artikel gibt einen Überblick über die Anzahl der vom BfS in den vergangenen Jahren erteilten Genehmigungen und die Zahl der damit durchgeführten Transporte.

Notizblock

Wer genehmigt Transporte radioaktiver Stoffe?

Für den Transport von radioaktiven Stoffen in Deutschland ist nach den atomrechtlichen Bestimmungen (Atomgesetz, Strahlenschutzverordnung) in der Regel eine Beförderungsgenehmigung erforderlich. Dabei wird zwischen "Kernbrennstoffen" und "sonstigen radioaktiven Stoffen" unterschieden.

Liste der Transportgenehmigungen (Beispiel)

Aktuelle Transportgenehmigungen

Das BfS ist zuständig für die Genehmigungen von Kernbrennstoff- und Großquellentransporten. Die aktuelle Liste der erteilten Genehmigungen wird regelmäßig veröffentlicht.

Transport- und Lagerbehälter CASTOR® HAW28M

Behälterzulassungen

Transportbehälter, in denen radioaktive Stoffe mit erhöhtem Gefährdungspotential befördert werden, benötigen eine Zulassung. Die Zulassung wird für die Bauart des Versandstücks (Behälter mit dem zu transportierenden Inhalt) vom BfS erteilt. Zulassungspflichtig sind dementsprechend Versandstücke vom Typ B(U), Typ B(M), Typ C und alle Versandstücke, die spaltbare Stoffe beinhalten. Im Folgenden werden die Informationen und wesentlichen Rechtsvorschriften auf denen das Verfahren für die Bauart-Zulassung beruht, dargestellt. Darüber hinaus werden insbesondere der Ablauf des Verfahrens, die Antragstellung sowie der Aufbau eines Sicherheitsberichts erläutert.

© Bundesamt für Strahlenschutz