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Nukleare Entsorgung

Lagerung - Transport - Überwachung radioaktiver Abfälle

Nukleare Entsorgung

Endlagerüberwachung

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Die Endlagerung radioaktiver Abfälle muss hohen Sicherheitsanforderungen genügen, um Gefährdungen von Mensch und Umwelt sowohl kurz- wie auch langfristig auszuschließen. Deswegen hat die Bundesrepublik Deutschland als Betreiber von atomaren Endlagern eine Endlagerüberwachung beim Bundesamt für Strahlenschutz eingerichtet. Sie hat die Aufgabe, die Einhaltung von Gesetzen und Regelungen mit nuklearspezifischem Inhalt (insbesondere das Atom- und Strahlenschutzrecht) beim Bau, Betrieb sowie der Stilllegung eines Endlagers für radioaktive Abfälle zu prüfen.

Die Endlagerüberwachung ist als eigenständiges Referat des Bundesamts für Strahlenschutz in Salzgitter ansässig und unmittelbar dem Vizepräsidenten zugeordnet. Die Fach- und Rechtsaufsicht über die Endlagerung sowie über die Endlagerüberwachung führt das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB).

Aufgaben der Endlagerüberwachung

Die Endlagerüberwachung () kontrolliert als BfS-interne Stabsstelle die atom- und strahlenschutzrechtlich relevanten Vorgänge in dem Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben (ERAM) in Sachsen-Anhalt, in dem im Bau befindlichen Endlager Konrad in Niedersachsen sowie seit dem 1. Januar 2009 in der ebenfalls in Niedersachsen gelegenen Schachtanlage Asse II. Dadurch wird gewährleistet, dass die Endlager entsprechend der rechtlichen und technischen Anforderungen betrieben werden. Die Endlagerüberwachung bildet damit auch einen wichtigen Bestandteil der BfS-internen Qualitätssicherung. Neben der Überwachung der erforderlichen Maßnahmen zum Bau, Betrieb und Stilllegung dieser Endlager gehören unter anderem die Überprüfung von Messungen in der Umgebung dieser Anlagen sowie die Überprüfung der Zuverlässigkeit von Mitarbeitern der Betriebsführungsgesellschaften und ausführenden Firmen zum Aufgabenspektrum.

Verfahrensüberblick am Beispiel der Schachtanlage Asse II

Am Beispiel der Schachtanlage Asse II finden Sie an dieser Stelle einen Überblick über Maßnahmen und Verfahren, bei denen eine Beteiligung der Endlagerüberwachung erforderlich ist. Hierzu gehören zum Beispiel Arbeitsfreigaben zur Prüfung auf Einhaltung der Vorgaben der Strahlenschutzverordnung, Anträge auf Zustimmung nach Atomrecht sowie Freigaben gemäß §29 der Strahlenschutzverordnung.

Zuständigkeiten bei der Aufsicht über Endlager

Entgegen gelegentlicher Darstellung übt das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) weder eine atomrechtliche Aufsicht im Endlagerbereich aus, noch beaufsichtigt sich das Bundesamt selbst. Das BfS genehmigt sich in keinem Fall seine Arbeiten selbst. Es wird bei Endlagern vielmehr von mehreren Institutionen gleichzeitig umfassend kontrolliert und beaufsichtigt.

Übergang der Fachaufgaben von BfS auf das BfE

Am 30.07.2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich des Strahlenschutzes und der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, die staatlichen Aufgaben der Aufsicht und Genehmigung im Bereich der Kerntechnik, der Zwischenlagerung, der Standortauswahl und der Endlagerüberwachung mehrheitlich in einer neuen Behörde zu bündeln, dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).

Mit Inkrafttreten des Gesetzes wurden die entsprechenden Fachaufgaben des BfS auf das BfE übertragen. Damit das BfE sofort arbeitsfähig ist, unterstützt das BfS das BfE für eine Übergangszeit.

Die Internetseiten werden derzeit gemeinsam von BfS und BfE überarbeitet. In dieser Zeit finden Sie alle Informationen zu den Themen Kerntechnische Sicherheit, Nukleare Entsorgung und Endlagerüberwachung weiterhin auf den Internetseiten des BfS.

© Bundesamt für Strahlenschutz