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Nukleare Entsorgung

Lagerung - Transport - Überwachung radioaktiver Abfälle

Nukleare Entsorgung

Standortauswahl

Für die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle ist weltweit noch kein Endlager in Betrieb. 2013 trat in Deutschland das Standortauswahlgesetz in Kraft. Ziel des Standortauswahlverfahrens ist es, in einem wissenschaftsbasierten und transparenten Verfahren einen Standort für ein Endlager - insbesondere für hochradioaktive Abfälle - zu finden.

Verfahrensschritte zur Standortauswahl in Deutschland gemäß Standortauswahlgesetz

Endlagersuche in Deutschland

Das Standortauswahlgesetz sieht ein deutschlandweites, technisch-wissenschaftliches und vergleichendes Standortauswahlverfahren für das bestmögliche Endlager mit umfassender Erkundung und Untersuchung unterschiedlicher potentieller Wirtsgesteine und Standorte vor. Die Standortsuche erfolgt in einem transparenten, demokratisch legitimierten, schrittweisen Verfahren auf der Grundlage fachlich begründeter Kriterien.

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Bergwerk Gorleben

Von 1979 bis 2000 wurde der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als Endlager für hochradioaktive Abfälle untersucht. Als Folge des Atomausstiegs im Jahr 2000 wurden die Erkundungsarbeiten vom 1. Oktober 2000 bis zum 30. September 2010 ausgesetzt (Gorleben-Moratorium). Nach ihrer Wiederaufnahme im Oktober 2010 wurde die Erkundung im November 2012 erneut ausgesetzt. Mit Inkrafttreten des Standortauswahlgesetzes am 27. Juli 2013 wurde die bergmännische Erkundung des Salzstocks Gorleben beendet. Gemäß § 29 StandAG wird das Bergwerk so lange offen gehalten, wie der Standort Gorleben nicht im Standortauswahlverfahren ausgeschlossen wird. Am 29. Juli 2014 verständigten sich der Bund und das Land Niedersachsen darauf, dass das in Betrieb gehaltene Grubengebäude bis auf ein Minimum reduziert wird.

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Weitere Informationen

Vorträge, Stellungnahmen und Publikationen des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zum Thema „Standortauswahl“

Übergangsweiser Verbleib der Fachaufgaben der BGE mbH im BfS

Am 30. Juli 2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, für die operativen Aufgaben der Standortsuche, der Errichtung und des Betriebs der Endlager sowie der Schachtanlage Asse II und des Bergwerks Gorleben eine staatseigene Gesellschaft zu gründen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE mbH). Diese soll die Betreiberaufgaben des BfS sowie die Aufgaben der Asse-GmbH und der DBE mbH konzentrieren.

Die BGE mbH befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Nach Sicherstellung der Handlungsfähigkeit sollen die entsprechenden Aufgaben vom BfS auf die BGE mbH übertragen werden. Bis zur Aufgabenübertragung auf die BGE GmbH bleibt das BfS für diese Aufgaben zuständig.

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Das Standortauswahlgesetz

Das Standortauswahlgesetz (StandAG) regelt die einzelnen Verfahrensschritte für eine ergebnisoffene, wissenschaftsbasierte und transparente Suche sowie die Auswahl eines Standortes für eine Anlage zur Endlagerung in Deutschland. Es eröffnet die Chance, die Endlagerfrage in einem transparenten und offenen Verfahren zu lösen. Die vergleichende Standortermittlung entspricht den Anforderungen des Standes von Wissenschaft und Technik. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) tritt seit mehr als zehn Jahren für ein derartiges Verfahren mit breiter Öffentlichkeitsbeteiligung ein, um einen sicheren, gerichtsfesten und möglichst von vielen gesellschaftlichen Gruppen getragenen Standort für die Endlagerung Wärme entwickelnder radioaktiver Abfälle in Deutschland zu realisieren.

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Endlagersuche International

Für die Planung von Endlagern für radioaktive Abfälle sind die Empfehlungen der Internationalen Atomenergie-Behörde (IAEA) und der Nuklearenergie-Agentur (NEA) der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) von grundlegender Bedeutung. Aus diesen Arbeiten resultieren zentrale Elemente für die Realisierung eines Endlagers auf höchstmöglichem Sicherheitsniveau.

Übergang der Fachaufgaben von BfS auf das BfE

Am 30.07.2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, die staatlichen Aufgaben der Aufsicht und Genehmigung im Bereich der Kerntechnik, der Zwischenlagerung, der Standortauswahl und der Endlagerüberwachung mehrheitlich in einer neuen Behörde zu bündeln, dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).

Mit Inkrafttreten des Gesetzes wurden die entsprechenden Fachaufgaben des BfS auf das BfE übertragen. Damit das BfE sofort arbeitsfähig ist, unterstützt das BfS das BfE für eine Übergangszeit.

Die Internetseiten werden derzeit gemeinsam von BfS und BfE überarbeitet. In dieser Zeit finden Sie alle Informationen zu den Themen Kerntechnische Sicherheit, Nukleare Entsorgung und Endlagerüberwachung weiterhin auf den Internetseiten des BfS.

© Bundesamt für Strahlenschutz