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Nukleare Entsorgung

Lagerung - Transport - Überwachung radioaktiver Abfälle

Nukleare Entsorgung

Bergwerk Gorleben

Von 1979 bis 2000 wurde der Salzstock Gorleben auf seine Eignung als Endlager für hochradioaktive Abfälle untersucht. Als Folge des Atomausstiegs im Jahr 2000 wurden die Erkundungsarbeiten vom 1. Oktober 2000 bis zum 30. September 2010 ausgesetzt (Gorleben-Moratorium). Nach ihrer Wiederaufnahme im Oktober 2010 wurde die Erkundung im November 2012 erneut ausgesetzt. Mit Inkrafttreten des Standortauswahlgesetzes am 27. Juli 2013 wurde die bergmännische Erkundung des Salzstocks Gorleben beendet. Gemäß § 29 StandAG wird das Bergwerk so lange offen gehalten, wie der Standort Gorleben nicht im Standortauswahlverfahren ausgeschlossen wird. Am 29. Juli 2014 verständigten sich der Bund und das Land Niedersachsen darauf, dass das in Betrieb gehaltene Grubengebäude bis auf ein Minimum reduziert wird.

Anlagen am Standort Gorleben: Das Bergwerk Gorleben im Vordergrund, Anlagen der GNS im Hintergrund (Transportbehälterlager, Lager für radioaktive Abfälle und Pilotkonditionierungsanlage)

Anlagen am Standort Gorleben

Südlich der Gemeinde Gorleben (Landkreis Lüchow-Dannenberg) liegt das Bergwerk Gorleben. Es wird von der Deutschen Gesellschaft zum Bau und Betrieb von Endlagern für Abfallstoffe mbH (DBE) im Auftrag des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) betrieben. Zirka 300 Meter vom Bergwerk entfernt befinden sich ein Transportbehälterlager, ein Lager für radioaktive Abfälle und eine Pilotkonditionierungsanlage. Betreiber dieser drei Anlagen ist die Gesellschaft für Nuklear-Service mbH (GNS).

Standort Gorleben

Erkundung der Standorts Gorleben - ein Rückblick

Das Bergwerk Gorleben diente der Erkundung des Salzstock auf seine Eignung als mögliches Endlager für radioaktive Abfälle. Bis heute wurde nur ein kleiner Teil des Salzstocks untersucht. Ob sich dieser als Endlagerstandort eignet, kann derzeit noch nicht beurteilt werden. Hierfür wären noch umfangreiche weitere Erkundungsarbeiten notwendig. Die bergmännische Erkundung des Standorts wurde jedoch mit Inkrafttreten des Standortauswahlgesetzes (StandAG) am 27. Juli 2013 beendet.

Neuordnung der Organisationsstruktur im Endlagerbereich und Strahlenschutz

Nach gesetzlichen Veränderungen im Bereich Endlagerung und des Strahlenschutzes konzentriert sich das BfS auf die staatlichen Aufgaben des Strahlenschutzes, etwa im Bereich des nuklearen Notfallschutzes, der medizinischen Forschung, des Mobilfunks, des UV-Schutzes oder der Messnetze für Radioaktivität in der Umwelt.

Die Betreiberaufgaben für die Schachtanlage Asse, das Endlager Konrad und das Endlager Morsleben sowie für das Bergwerk Gorleben sind am 25. April 2017 auf die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) übertragen worden. Die Verantwortung für die Projekte lag bis dato beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

Andere Themen im Bereich nukleare Entsorgung - wie Transportgenehmigungen oder die Genehmigung von Zwischenlagern für hochradioaktive Abfälle, bearbeitet seit 2016 das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Die Weichen für den Betreiberwechsel und die organisatorischen Veränderungen stellte das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung", das am 30. Juli 2016 in Kraft trat.

Das Bergwerk Gorleben

Das Bergwerk Gorleben

Das Erkundungsbergwerk Gorleben ist über zwei Schächte mit einer Tiefe von 933 Metern bzw. 840 Metern im Zentrum des rund 14 Kilometer langen und 4 Kilometer breiten Salzstockes Gorleben erschlossen. Für die Untersuchung des Salzstocks Gorleben ist ein Nutzungsrecht an den mit dem Grundeigentum verbundenen Salzrechten und den vom Grundeigentum losgelösten Salzabbaugerechtigkeiten erforderlich.

Gorleben in der Offenhaltungsphase

Wie geht es in Gorleben weiter?

Mit Inkrafttreten des Standortauswahlgesetzes am 27. Juli 2013 wurde die Erkundung des Bergwerks Gorleben beendet. Es ist aber so lange offen zu halten, wie der Standort Gorleben nicht im Standortauswahlverfahren ausgeschlossen wird. Am 29. Juli 2014 verständigten sich der Bund und das Land Niedersachsen darauf, dass das in Betrieb gehaltene Grubengebäude bis auf ein Minimum reduziert wird.

© Bundesamt für Strahlenschutz