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Nukleare Entsorgung

Lagerung - Transport - Überwachung radioaktiver Abfälle

Nukleare Entsorgung

Stilllegung des Endlagers Morsleben

  • Die Schachtanlage Bartensleben in Morsleben diente der Kali- und Salzgewinnung, bevor sie 1971 zum Endlager für radioaktive Abfälle wurde.
  • Bis 1998 wurden hier zunächst Abfälle aus Kernkraftwerken der DDR und später auch aus der Bundesrepublik Deutschland eingelagert.
  • Das Bundesamt für Strahlenschutz hat nun die Stilllegung des Endlagers beantragt.

Förderturm 2014 Förderturm im Jahr 2014Containerhalle mit saniertem Förderturm

Das Endlager Morsleben in Sachsen-Anhalt ist ein über 100 Jahre altes Kali- und Steinsalzbergwerk. Im Zweiten Weltkrieg diente die Schachtanlage als unterirdische Rüstungsproduktionsstätte und KZ-Außenlager, später zur Hühnermast und zur Einlagerung von Giftmüll.

Zwischen 1971 und 1991 sowie von 1994 bis 1998 wurden 36.754 Kubikmeter schwach- und mittelradioaktive Abfälle endgelagert. In geringen Mengen sind darüber hinaus radioaktive Abfälle zwischengelagert.

Der fachgerechte und langzeitsichere Einschluss der Abfälle steht heute noch aus. Dieser muss die in einem alternden Bergwerk auftretenden Sicherheitsaspekte berücksichtigen und die Freisetzung der in den Abfällen enthaltenen Radionuklide so verzögern und begrenzen, dass alle Schutzziele erreicht werden.

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) hat die atomrechtliche Stilllegung des Endlagers Morsleben beantragt. Das Planfeststellungsverfahren läuft derzeit.

Informationen zum Endlager Morsleben im Internet

Übergangsweiser Verbleib der Fachaufgaben der BGE mbH im BfS

Am 30. Juli 2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, für die operativen Aufgaben der Standortsuche, der Errichtung und des Betriebs der Endlager sowie der Schachtanlage Asse II und des Bergwerks Gorleben eine staatseigene Gesellschaft zu gründen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE mbH). Diese soll die Betreiberaufgaben des BfS sowie die Aufgaben der Asse-GmbH und der DBE mbH konzentrieren.

Die BGE mbH befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Nach Sicherstellung der Handlungsfähigkeit sollen die entsprechenden Aufgaben vom BfS auf die BGE mbH übertragen werden. Bis zur Aufgabenübertragung auf die BGE GmbH bleibt das BfS für diese Aufgaben zuständig.

© Bundesamt für Strahlenschutz