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Nukleare Entsorgung

Lagerung - Transport - Überwachung radioaktiver Abfälle

Nukleare Entsorgung

Endlager Konrad

Der Förderturm von Konrad 1 Förderturm Konrad 1Das markante Fördergerüst auf Konrad 1 steht heute unter Denkmalschutz

Schacht Konrad, ein stillgelegtes Eisenerz-Bergwerk im Stadtgebiet Salzgitter, wird derzeit zum Endlager für radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung umgerüstet. Rund 90 Prozent der in Deutschland anfallenden radioaktiven Abfälle gehören in diese Kategorie, sie beinhalten aber nur etwa 1 Prozent der gesamten Radioaktivität allen Abfalls.

Seit Anfang 2007 liegt ein bestandskräftiger Planfeststellungsbeschluss für die Errichtung und den Betrieb des Endlagers vor. Damit ist das Endlager Konrad die erste Anlage zur Entsorgung von radioaktiven Abfällen in Deutschland, für die vor der Inbetriebnahme ein atomrechtliches Planfeststellungsverfahren durchgeführt wurde. Derzeit wird das ehemalige Eisenerzbergwerk zu einem Endlager umgerüstet.

Das zukünftige Endlager Konrad darf laut Genehmigung bis zu 303.000 Kubikmeter radioaktive Abfälle mit vernachlässigbarer Wärmeentwicklung aufnehmen.

Informationen zum Endlager Konrad im Internet

Neuordnung der Organisationsstruktur im Endlagerbereich und Strahlenschutz

Nach gesetzlichen Veränderungen im Bereich Endlagerung und des Strahlenschutzes konzentriert sich das BfS auf die staatlichen Aufgaben des Strahlenschutzes, etwa im Bereich des nuklearen Notfallschutzes, der medizinischen Forschung, des Mobilfunks, des UV-Schutzes oder der Messnetze für Radioaktivität in der Umwelt.

Die Betreiberaufgaben für die Schachtanlage Asse, das Endlager Konrad und das Endlager Morsleben sowie für das Bergwerk Gorleben sind am 25. April 2017 auf die Bundesgesellschaft für Endlagerung mbH (BGE) übertragen worden. Die Verantwortung für die Projekte lag bis dato beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS).

Andere Themen im Bereich nukleare Entsorgung - wie Transportgenehmigungen oder die Genehmigung von Zwischenlagern für hochradioaktive Abfälle, bearbeitet seit 2016 das Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE). Die Weichen für den Betreiberwechsel und die organisatorischen Veränderungen stellte das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung", das am 30. Juli 2016 in Kraft trat.

© Bundesamt für Strahlenschutz