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Nukleare Entsorgung

Lagerung - Transport - Überwachung radioaktiver Abfälle

Nukleare Entsorgung

Was ist nukleare Entsorgung?

Management radioaktiver Stoffe

Bei der Nutzung der Kernenergie zur Stromerzeugung, in der Forschung, der Industrie und der Medizin fallen radioaktive Abfälle an, die transportiert, zwischen- und endgelagert werden müssen. Das BfS nimmt Aufgaben im Bereich

  • der Entsorgung radioaktiver Abfälle,
  • der staatlichen Verwahrung von Kernbrennstoffen und
  • der Beförderung radioaktiver Stoffe

in unterschiedlichen Funktionen wahr. Diese sind Vollzugsaufgaben des Bundes nach dem Atomgesetz, der Strahlenschutzverordnung und dem Gefahrgutbeförderungsgesetz.

In Deutschland ist der Bund für die Endlagerung radioaktiver Abfälle verantwortlich. Das BfS ist Antragsteller und Betreiber für Anlagen des Bundes zur Endlagerung radioaktiver Abfälle. Außerdem ist das BfS verantwortlich für den Vollzug der staatlichen Verwahrung. Es ist Genehmigungsbehörde für die Beförderung und Aufbewahrung von Kernbrennstoffen oder kernbrennstoffhaltigen Abfällen. Das BfS entscheidet z. B. über

  • Transporte abgebrannter Brennelemente aus Kernkraftwerken und
  • die Genehmigung dezentraler Zwischenlager für abgebrannte Brennelemente an deren Standorten.

Im Gegensatz dazu ist die Genehmigungsbehörde

  • für die Errichtung und den Betrieb von kerntechnischen Anlagen und
  • für den Umgang mit Kernbrennstoffen, sowie
  • für den Umgang, den Transport und die Lagerung von sonstigen radioaktiven Stoffen, die keine Kernbrennstoffe sind,

die entsprechende Landesbehörde. In Abhängigkeit der jeweiligen Aufgabe liegt die Verantwortlichkeit daher einmal auf Bundes- und einmal auf Landesebene.

Stand: 31.08.2015

Übergang der Fachaufgaben von BfS auf das BfE

Am 30.07.2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, die staatlichen Aufgaben der Aufsicht und Genehmigung im Bereich der Kerntechnik, der Zwischenlagerung, der Standortauswahl und der Endlagerüberwachung mehrheitlich in einer neuen Behörde zu bündeln, dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).

Mit Inkrafttreten des Gesetzes wurden die entsprechenden Fachaufgaben des BfS auf das BfE übertragen. Damit das BfE sofort arbeitsfähig ist, unterstützt das BfS das BfE für eine Übergangszeit.

Die Internetseiten werden derzeit gemeinsam von BfS und BfE überarbeitet. In dieser Zeit finden Sie alle Informationen zu den Themen Kerntechnische Sicherheit, Nukleare Entsorgung und Endlagerüberwachung weiterhin auf den Internetseiten des BfS.

Übergangsweiser Verbleib der Fachaufgaben der BGE mbH im BfS

Am 30. Juli 2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, für die operativen Aufgaben der Standortsuche, der Errichtung und des Betriebs der Endlager sowie der Schachtanlage Asse II und des Bergwerks Gorleben eine staatseigene Gesellschaft zu gründen, die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE mbH). Diese soll die Betreiberaufgaben des BfS sowie die Aufgaben der Asse-GmbH und der DBE mbH konzentrieren.

Die BGE mbH befindet sich derzeit in der Gründungsphase. Nach Sicherstellung der Handlungsfähigkeit sollen die entsprechenden Aufgaben vom BfS auf die BGE mbH übertragen werden. Bis zur Aufgabenübertragung auf die BGE GmbH bleibt das BfS für diese Aufgaben zuständig.

© Bundesamt für Strahlenschutz