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Kerntechnik

Kerntechnische Anlagen - Meldepflichtige Ereignisse - Stilllegung - Nukleare Unfälle

Kerntechnik

Sicherheitsphilosophie

Auf welchen wesentlichen Grundlagen beruhen die bestehenden Sicherheitsvorkehrungen in deutschen Kernkraftwerken? Betriebsstörungen und so genannte Auslegungsstörfälle müssen von allen Anlagen so beherrscht werden, dass keine Schäden in der Umgebung zu befürchten sind. Auch für die katastrophalen Auswirkungen bei zwar als sehr unwahrscheinlich eingestuften Ereignissen müssen die hierfür vorgesehenen Vorsorgemaßnahmen geprüft werden.

Technische Barrieren

Technische Barrieren

Technische Barrieren sind ein zentraler Baustein der Reaktorsicherheit. Mehrere gestaffelte technische Barrieren (Mehrfachbarrierensystem) sollen die radioaktiven Stoffe im Brennstoff nicht nur im Normalbetrieb, sondern auch bei Störfällen zurückhalten.

Digitale Sicherheitsleittechnik

Die Sicherheitsleittechnik überwacht in Kernkraftwerken die Werte der Sicherheitsparameter, löst bei Anforderung automatisch Sicherheitsmaßnahmen aus und unterstützt Handmaßnahmen, die zur Beherrschung von Störfallen erforderlich sind. Zur Übertragung und Verarbeitung der Mess- und Stellsignale stehen auch neuartige digitale (softwarebasierte) Technologien zur Verfügung, für deren Anwendung ein zumindest gleich hohes Sicherheitsniveau wie für die bisher installierte analoge fest verdrahtete Leittechnik nachzuweisen ist. National und international finden dazu rege Fachdiskussionen statt, an denen sich das BfE aktiv beteiligt.

Störungen der Sicherheit

Kernkraftwerke in Deutschland müssen gegen unterschiedliche Ereignisse geschützt sein. Nach den Vorschriften des Atomgesetzes darf der Betrieb eines Kernkraftwerkes nur dann genehmigt werden, wenn die nach dem Stand von Wissenschaft und Technik erforderliche Vorsorge gegen Schäden getroffen ist.

Übergang der Fachaufgaben von BfS auf das BfE

Am 30.07.2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, die staatlichen Aufgaben der Aufsicht und Genehmigung im Bereich der Kerntechnik, der Zwischenlagerung, der Standortauswahl und der Endlagerüberwachung mehrheitlich in einer neuen Behörde zu bündeln, dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).

Mit Inkrafttreten des Gesetzes wurden die entsprechenden Fachaufgaben des BfS auf das BfE übertragen. Damit das BfE sofort arbeitsfähig ist, unterstützt das BfS das BfE für eine Übergangszeit.

Die Internetseiten werden derzeit gemeinsam von BfS und BfE überarbeitet. In dieser Zeit finden Sie alle Informationen zu den Themen Kerntechnische Sicherheit, Nukleare Entsorgung und Endlagerüberwachung weiterhin auf den Internetseiten des BfS.

© Bundesamt für Strahlenschutz