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Kerntechnik

Kerntechnische Anlagen - Meldepflichtige Ereignisse - Stilllegung - Nukleare Unfälle

Kerntechnik

Anlageninterne Notfallmaßnahmen

Was passiert, wenn ein Ereignis eintritt, das nicht als Störfall vorausbedacht wurde und gegen das die Anlage nicht ausgelegt ist?

Für einen solchen Fall sind bei den deutschen Kernkraftwerken anlageninterne Notfallmaßnahmen vorgesehen. Hierzu zählen

  • die gefilterte Druckentlastung für den Sicherheitsbehälter,
  • zusätzliche Stromversorgungen,
  • Druckentlastung für den Reaktordruckbehälter und
  • Möglichkeiten für zusätzliche Kühlwassereinspeisung.

Zur Vermeidung von Wasserstoffexplosionen werden bei den Druckwasserreaktoren im Sicherheitsbehälter sogenannte Rekombinatoren eingesetzt, die den Wasserstoff abbauen. Bei den Siedewasserreaktoren ist der Sicherheitsbehälter mit einem Gas gefüllt, das Wasserstoffexplosionen verhindern soll.

Alle diese Notfallmaßnahmen sollen das Eintreten einer Kernschmelze verhindern oder – falls diese nicht abgewendet werden kann – die Auswirkungen auf die Umgebung vermindern. In allen deutschen Kernkraftwerken sind für solche Notfälle die Vorgehensweisen und Strategien im Notfallhandbuch des jeweiligen Kraftwerks beschrieben.

Stand: 05.12.2016

Übergang der Fachaufgaben von BfS auf das BfE

Am 30.07.2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, die staatlichen Aufgaben der Aufsicht und Genehmigung im Bereich der Kerntechnik, der Zwischenlagerung, der Standortauswahl und der Endlagerüberwachung mehrheitlich in einer neuen Behörde zu bündeln, dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).

Mit Inkrafttreten des Gesetzes wurden die entsprechenden Fachaufgaben des BfS auf das BfE übertragen. Damit das BfE sofort arbeitsfähig ist, unterstützt das BfS das BfE für eine Übergangszeit.

Die Internetseiten werden derzeit gemeinsam von BfS und BfE überarbeitet. In dieser Zeit finden Sie alle Informationen zu den Themen Kerntechnische Sicherheit, Nukleare Entsorgung und Endlagerüberwachung weiterhin auf den Internetseiten des BfS.

© Bundesamt für Strahlenschutz