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Kerntechnik

Kerntechnische Anlagen - Meldepflichtige Ereignisse - Stilllegung - Nukleare Unfälle

Kerntechnik

Abschalten eines Kernkraftwerkes

Beim Leistungsbetrieb eines Kernkraftwerks läuft im Kern des Reaktors eine sich selbst erhaltende Kettenreaktion ab. Diese wird dadurch erhalten, dass bei der Spaltung mehr Neutronen entstehen als bei der Absorption verbraucht werden. Um ein Kernkraftwerk abzuschalten, muss der Reaktor in einen dauerhaft unterkritischen Zustand (Unterkritikalität) gebracht und die weiter entstehende Wärme sicher abgeführt werden.

Technik des Abschaltens

Die Unterkritikalität wird durch das Einfahren der neutronenabsorbierenden Steuerstäbe zwischen die Brennelemente im Reaktorkern erreicht. Die Steuerstäbe fangen die im Reaktor erzeugten Neutronen ein und beenden damit die nukleare Kettenreaktion. Beim Druckwasserreaktor wird für die dauerhafte Unterkritikalität zusätzlich Wasser mit Borzusatz eingespeist.

Abfuhr der Nachwärme

Die Spaltprodukte, welche in den Brennelementen entstehen, sind radioaktiv und erzeugen auch nach dem Abschalten des Reaktors große Wärmemengen. Diese sogenannte nukleare Nachwärme würde bei fehlender Wärmeabfuhr die Temperatur bis weit über den Schmelzpunkt der Brennelemente hinaus ansteigen lassen. Deshalb lagert man die abgebrannten Brennelemente zunächst in einem wassergefüllten Becken innerhalb des Kernkraftwerkes (Abklingbecken). Das Wasser schirmt die Strahlung größtenteils ab und nimmt gleichzeitig die erzeugte Nachwärme auf.

Innerhalb eines Jahres nach der Entladung aus dem Reaktor geht die im bestrahlten Brennstoff enthaltene Aktivität auf etwa 1/100 des ursprünglichen Wertes zurück und sinkt in den folgenden Jahren nur noch langsam weiter ab.

Stand: 12.02.2016

Übergang der Fachaufgaben von BfS auf das BfE

Am 30.07.2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, die staatlichen Aufgaben der Aufsicht und Genehmigung im Bereich der Kerntechnik, der Zwischenlagerung, der Standortauswahl und der Endlagerüberwachung mehrheitlich in einer neuen Behörde zu bündeln, dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).

Mit Inkrafttreten des Gesetzes wurden die entsprechenden Fachaufgaben des BfS auf das BfE übertragen. Damit das BfE sofort arbeitsfähig ist, unterstützt das BfS das BfE für eine Übergangszeit.

Die Internetseiten werden derzeit gemeinsam von BfS und BfE überarbeitet. In dieser Zeit finden Sie alle Informationen zu den Themen Kerntechnische Sicherheit, Nukleare Entsorgung und Endlagerüberwachung weiterhin auf den Internetseiten des BfS.

© Bundesamt für Strahlenschutz