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Kerntechnik

Kerntechnische Anlagen - Meldepflichtige Ereignisse - Stilllegung - Nukleare Unfälle

Kerntechnik

Meldepflichtige Ereignisse

Unfälle, Störfälle oder sonstige für die kerntechnische Sicherheit bedeutsame Ereignisse müssen vom Betreiber einer kerntechnischen Anlage an die jeweils zuständige Landesaufsichtsbehörde gemeldet werden. Grundlage dafür ist die Atomrechtliche Sicherheitsbeauftragten- und Meldeverordnung (AtSMV) vom 14. Oktober 1992, zuletzt geändert am 08. Juni 2010.

Wesentliche Ziele und Aspekte bei der Anwendung des Meldeverfahrens nach AtSMV sind:

  • Rechtzeitige Information an die Aufsichtsbehörde.
  • Frühzeitige Erkennung und Beseitigung von Fehlerursachen und Schwachstellen.
  • Vermeidung von Wiederholungsfehlern und Vorbeugung gegen Auftreten ähnlicher Fehler.
  • Einheitliche Anwendung des Verfahrens in den kerntechnischen Anlagen.

Ergänzend zum behördlichen deutschen Meldeverfahren nach AtSMV werden meldepflichtige Ereignisse durch die Betreiber kerntechnischer Einrichtungen nach der internationalen Bewertungsskala INES der IAEA eingestuft.

Anhand der Bewertungsskala wird der Öffentlichkeit eine verständliche Auskunft darüber gegeben,

  • welche Bedeutung ein meldepflichtiges Ereignis für die Sicherheit der Anlage hatte und
  • inwieweit radiologische Auswirkungen auf die Bevölkerung und Umgebung auftraten.

Die Störfallmeldestelle des BfE erfasst im Auftrag des BMUB alle meldepflichtigen Ereignisse, die aus den deutschen kerntechnischen Anlagen gemeldet werden, und informiert darüber die Öffentlichkeit durch regelmäßige Berichterstattung.

Übergang der Fachaufgaben von BfS auf das BfE

Am 30.07.2016 ist das "Gesetz zur Neuordnung der Organisationsstruktur im Bereich der Endlagerung" in Kraft getreten. Es sieht vor, die staatlichen Aufgaben der Aufsicht und Genehmigung im Bereich der Kerntechnik, der Zwischenlagerung, der Standortauswahl und der Endlagerüberwachung mehrheitlich in einer neuen Behörde zu bündeln, dem Bundesamt für kerntechnische Entsorgungssicherheit (BfE).

Mit Inkrafttreten des Gesetzes wurden die entsprechenden Fachaufgaben des BfS auf das BfE übertragen. Damit das BfE sofort arbeitsfähig ist, unterstützt das BfS das BfE für eine Übergangszeit.

Die Internetseiten werden derzeit gemeinsam von BfS und BfE überarbeitet. In dieser Zeit finden Sie alle Informationen zu den Themen Kerntechnische Sicherheit, Nukleare Entsorgung und Endlagerüberwachung weiterhin auf den Internetseiten des BfS.

© Bundesamt für Strahlenschutz