Navigation und Service

Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Wirkungen ausgewählter radioaktiver Stoffe

Radioaktive Stoffe wirken, abhängig von ihrem Vorkommen und von ihren physikalischen Eigenschaften, unterschiedlich auf den menschlichen Körper. Am Beispiel ausgewählter radioaktiver Stoffe werden die Wirkungen erläutert.

Plutonium

Plutonium

Plutonium (Pu) ist ein Schwermetall und hat die Ordnungszahl 94. Für den menschlichen Körper ist es chemisch giftig wie einige andere Schwermetalle, z.B. Blei oder Quecksilber. Plutonium ist zusätzlich radioaktiv, das heißt die verschiedenen Nuklide (238, 239, 240, 241, 242, 244) zerfallen unter Aussendung von Strahlung.

Uran

Uran

Uran ist ein in der Natur vorkommendes radioaktives Schwermetall, das natürlich in Form der Uranisotope Uran-238 (99,3%-Anteil), Uran-235 (0,7%-Anteil) und Uran-234 (0,006%-Anteil) vorkommt. Uran ist radioaktiv und zerfällt vorwiegend unter Aussendung von Alphastrahlen, die besonders biologisch wirksam sind.

Polonium

Polonium-210

Polonium ist das chemische Element mit der Ordnungszahl 84. Es ist ein silbriges, radioaktives Metall, in chemischen Reaktionen verhält es sich ähnlich wie Tellur und Bismut. Stabile Polonium-Isotope gibt es nicht. In der Natur ist Polonium-210 das am häufigsten vorkommende Polonium-Isotop. Es wird in der radioaktiven Zerfallskette von Uran-238 als letztes radioaktives Kettenglied gebildet. Insgesamt ist das natürliche Vorkommen an Polonium äußerst gering. Im Mittel befinden sich in einer Tonne Erde ca. 0,0002 Mikrogramm (µg) Polonium (entspricht 2 x 10 bis 10 ppm).

Gesundheitliche Wirkungen von Radon

Radon kann sich in geschlossenen Räumen in der Raumluft anreichern. Gesundheitsgefährdend sind vor allem die kurzlebigen Radonzerfallsprodukte, die sich im Atemtrakt ablagern können. Die beim Zerfall entstehende Alphastrahlung kann die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen. Berechnungen ergeben, dass Radon in Wohnungen in Deutschland etwa 1.900 Todesfälle pro Jahr verursacht. Für die Europäische Union liegt diese Zahl bei circa 20.000 Todesfällen.

© Bundesamt für Strahlenschutz