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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Gesundheitliche Wirkungen

Zeichnung von Radon in der Lunge Radon und Gesundheit

Die gesundheitliche Gefährdung durch Radon geht weniger vom Radon selbst als von seinen kurzlebigen radioaktiven Zerfallsprodukten aus.

Die in der Atemluft enthaltenen Zerfallsprodukte des Radons (radioaktive Isotope der Elemente Polonium, Wismut und Blei) werden im Atemtrakt abgelagert und zerfallen dort vollständig.

Dabei entsteht energiereiche Alphastrahlung, welche die Zellen schädigen und damit die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen kann.

Ein gezeichnetes Haus mit drei Personen und Radon in der Umgebungsluft

Gesundheitliche Wirkungen von Radon

Radon kann sich in geschlossenen Räumen in der Raumluft anreichern. Gesundheitsgefährdend sind vor allem die kurzlebigen Radonzerfallsprodukte, die sich im Atemtrakt ablagern können. Die beim Zerfall entstehende Alphastrahlung kann die Entstehung von Lungenkrebs begünstigen. Berechnungen ergeben, dass Radon in Wohnungen in Deutschland etwa 1.900 Todesfälle pro Jahr verursacht. Für die Europäische Union liegt diese Zahl bei circa 20.000 Todesfällen.

Liegen in einem Stollen

Radon-Heilkuren

In einer Radon-Heilkur wird radioaktives Radon am Menschen zu medizinischen Zwecken angewendet. Dabei werden Patienten für kurze Zeit einer hohen Radon-Konzentration ausgesetzt, um Schmerzen für mehrere Monate zu lindern. Nutzen und Risiko der Radontherapie werden kontrovers diskutiert. Radonanwendungen zu Wellnesszwecken sind nicht zu empfehlen.

© Bundesamt für Strahlenschutz