Navigation und Service

Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Radon im Boden

Landschaft, Radon tritt aus Erdreich aus Radon im BodenRadonausbreitung im Boden

Ein Teil des beim Zerfall des Radiums in Gesteinen und Bodenteilchen entstehenden Radons wird in den Porenraum der Böden und Gesteine freigesetzt. Bei Bodentiefen von weniger als einem Meter ist die Radonkonzentration - bedingt durch die Witterung (Temperatur, Luftdruck, Wetterlage) - erheblichen Schwankungen unterworfen. Sie steigt mit zunehmender Tiefe bis zu einem Sättigungswert an.

Dabei spielt die Durchlässigkeit des Bodens eine entscheidende Rolle. Ab einer Tiefe von einem Meter verändert sich die Konzentration in der Regel nur noch wenig. Auf Grund der langen Halbwertszeit des Mutternuklids Radium-226 (zirka 1.600 Jahre) ist die Radonkonzentration in der Bodenluft auch längerfristig stabil. Ist die Radonkonzentration an einem Standort bekannt, sind erneute Messungen nur sinnvoll, wenn größere Eingriffe im Untergrund vorgenommen wurden.

Weiterhin wird der Transport des Radons durch Spalten und Risse im Untergrund begünstigt. Dadurch kann es an Klüften, Bergsenkungen oder an der Grenze zweier Gesteinsarten zu lokal erhöhten Radonkonzentrationen kommen.

Darüber hinaus kann Radon auch im Grundwasser gelöst und mit diesem im geologischen Untergrund transportiert werden.

Stand: 03.11.2016

© Bundesamt für Strahlenschutz