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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Spurenanalyse

Mit hochempfindlichen physikalischen Messsystemen ist es dem BfS möglich, geringste Spuren von Radioaktivität in der Luft festzustellen. Dabei wird genau unterschieden, ob die nachgewiesenen radioaktiven Spuren natürlichen oder künstlichen Ursprungs sind. Diese Messungen werden als Spurenanalyse bezeichnet und dienen unter anderem zur Überprüfung des weltweiten Stopps von Atomwaffenversuchen.

Filter wird in Tablette gepresst

Spurenanalyse im BfS

Aufgaben und Ziele der Spurenanalyse des BfS sind es, geringste Mengen natürlicher und künstlicher Radioaktivität in der Luft nachzuweisen sowie deren Herkunft, Verteilung und Transport in der Umwelt zu untersuchen und kurz- und langfristige Änderungen auf niedrigstem Aktivitätsniveau verfolgen zu können.

Aufbereitung einer Edelgasprobe

Edelgaslabor

Das BfS nimmt wöchentlich Luftproben in Freiburg, auf dem Schauinsland und bei Bremgarten gegenüber dem französischen KKW Fessenheim. Diese werden im Edelgaslabor analysiert. Das BfS unterstützt mit seinem Labor die Vertragsorganisation zur Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens (CTBTO) als "Support Labor" beim Aufbau eines Qualitätssicherungsystems für das Edelgasmessnetz der CTBTO und mit Kontrollmessungen von Proben der Edelgasstationen aus diesem Messnetz.

Screenshot aus dem Experteninterview

Wie findet man radioaktive Stoffe in der Luft?

Es gibt verschiedene Verfahren wie man Radioaktivität in der Luft messen kann. Mit Hilfe der Spurenanalyse können auch sehr geringe Konzentrationen an Radioaktivität in der Luft nachgewiesen werden. Im Video erklärt Jacqueline Bieringer, wie man radioaktive Stoffe in der Luft aufspürt.

Probe wird in Detektor eingeführt

Gammaspektrometrielabor in der Spurenanalyse

Für die Suche nach radioaktiven Spuren werden im Gammaspektrometrielabor der Dienststelle Freiburg Luftstaubproben gemessen, die mit sogenannten Hochvolumensammlern an der Messstation auf dem Schauinsland und auf dem Dach der Dienststelle in Freiburg genommen werden.

beim Aufarbeiten einer Filterprobe

Radiochemielabor

An den Messstationen Schauinsland und in Freiburg gesammelte Luftstaubproben werden zunächst im Gammaspektrometrielabor ausgewertet. Danach werden sie im Radiochemielabor mit speziellen Methoden aufbereitet, um Strontium, Uran und Plutonium einzeln abzutrennen.

© Bundesamt für Strahlenschutz