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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Strahlenschutz

Ionisierende Strahlung kann verschiedene Wirkungen auslösen. Wirkungen, die meist unmittelbar Schäden an Geweben und Organen hervorrufen und oberhalb eines Schwellenwertes der Dosis auftreten, nennt man deterministische Wirkungen. Stochastische Wirkungen treten später auf, beruhen auf Schäden am Erbmaterial und haben keinen Schwellenwert. Der Strahlenschutz hat das Ziel, mit Hilfe von Dosisgrenzwerten deterministische Strahlenwirkungen zuverlässig zu verhindern. Das Risiko für stochastische Wirkungen soll auf ein vernünftigerweise erreichbares Maß reduziert werden.

Drei Finger einer Hand

Grundsätze des Strahlenschutzes

Um das Risiko für stochastische Schäden durch ionisierende Strahlung so gering wie möglich zu halten, wurden im Strahlenschutz drei allgemeine Grundsätze für den Umgang mit ionisierender Strahlung festgelegt:

  • Das Gebot der Rechtfertigung,
  • das Gebot der Dosisbegrenzung und
  • das Gebot der Optimierung.
Friedensdenkmal in Hiroshima

Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki vor 70 Jahren

Die Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki 1945 waren die bisher einzigen Einsätze von Atomwaffen in einem Krieg. Die gesundheitlichen Folgen sind vielfältig. Die Studien zu den gesundheitlichen Auswirkungen bei den Überlebenden bilden bis heute die wichtigste Grundlage zur Ableitung von Grenzwerten für den Strahlenschutz und geben Aufschluss über die Wirkungen ionisierender Strahlung auf den Menschen.

Stewardess in Flugzeug

Überwachung des fliegenden Personals

In großen Höhen wirkt deutlich mehr Höhenstrahlung auf den Menschen ein als am Boden. Piloten und flugbegleitendes Personal können, vor allem wenn sie häufig Langstrecken auf den nördlichen Polrouten fliegen, Strahlendosen erhalten, die durchaus vergleichbar sind mit Dosiswerten von Berufsgruppen, die ionisierende Strahlung einsetzen oder die mit radioaktiven Quellen umgehen.

Schild mit Hand

Dosisgrenzwerte

In der Strahlenschutzverordnung und in der Röntgenverordnung sind Dosisgrenzwerte für beruflich strahlenexponierte Personen und für die Bevölkerung festgelegt. Generell muss jede Anwendung ionisierender Strahlung gerechtfertigt sein und die Strahlenbelastung muss auch unterhalb der Grenzwerte so gering wie möglich gehalten werden.

Kernkraftwerk Emsland

Berufliche Strahlenschutzüberwachung in Deutschland

In Deutschland werden Personen strahlenschutzüberwacht, die beruflich ionisierender Strahlung ausgesetzt sind. Quellen der ionisierenden Strahlung können Geräte in der Medizin oder in der Industrie sein, wie zum Beispiel Röntgengeräte oder Geräte zur Materialprüfung. Beschäftigte in der Forschung oder der Medizin können radioaktive Stoffe anwenden. An manchen Arbeitsplätzen kann es auch zu einer erhöhten Exposition durch natürliche terrestrische oder kosmische Umgebungsstrahlung oder durch natürliche radioaktive Stoffe kommen.

Strahlenschutzregister

Das Strahlenschutzregister ist eine zentrale Einrichtung des Bundes und wird vom Bundesamt für Strahlenschutz betrieben. Es trägt zur Strahlenschutzüberwachung jener Arbeitskräfte bei, die beruflich bedingt ionisierender Strahlung ausgesetzt sind. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erfüllt damit eine gesetzliche Aufgabe, die im Atomgesetz festgelegt ist. Das Strahlenschutzregister überwacht die Einhaltung der Grenzwerte für die zulässige jährliche Strahlenbelastung und die Berufslebensdosis sowie die Ausgabe von Strahlenpässen.

© Bundesamt für Strahlenschutz