Navigation und Service

Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

So wird überwacht

Bei ihrer beruflichen Tätigkeit können Menschen ionisierender Strahlung ausgesetzt sein. Es werden unterschiedliche Methoden eingesetzt, um die Strahlenexposition zu überwachen: In der Regel tragen die Beschäftigten ein sogenanntes Personendosimeter, das die äußere Strahlung misst. Wenn die Möglichkeit besteht, dass radioaktive Stoffe in den Körper aufgenommen (inkorporiert) werden, gibt es verschiedene Verfahren, um solche Inkorporationen festzustellen. Beim fliegenden Personal, das in Reiseflughöhe verstärkt der kosmisch bedingten Höhenstrahlung ausgesetzt ist, wird die Dosis anhand der Flugroute, Flughöhe und Flugdauer ermittelt

Durchführung der Inkorporationsüberwachung

Die für die Ermittlung der Körperdosis bei innerer Strahlenexposition üblichen Überwachungsverfahren zur Bestimmung der zugeführten Aktivität sind In-vivo-Verfahren zur Bestimmung der Aktivität im Körper oder in den Organen, In-vitro-Verfahren zur Bestimmung der Aktivitätskonzentration in den Ausscheidungen sowie Raumluftmessungen zur Bestimmung der Aktivitätskonzentration in der Luft am Arbeitsplatz.

Strahlenpass

Personen, die aus beruflichen Gründen in Kontrollbereichen fremder Anlagen tätig werden, benötigen einen gültigen Strahlenpass (§ 40 Abs. 2 Strahlenschutzverordnung). Sie können in der fremden Anlage Reinigungs-, Handwerks- oder Montagearbeiten verrichten, aber auch hochspezialisierte Tätigkeiten wie zum Beispiel in Kernkraftwerken während der Revision.

Stewardess in Flugzeug

Überwachung des fliegenden Personals

In großen Höhen wirkt deutlich mehr Höhenstrahlung auf den Menschen ein als am Boden. Piloten und flugbegleitendes Personal können, vor allem wenn sie häufig Langstrecken auf den nördlichen Polrouten fliegen, Strahlendosen erhalten, die durchaus vergleichbar sind mit Dosiswerten von Berufsgruppen, die ionisierende Strahlung einsetzen oder die mit radioaktiven Quellen umgehen.

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Die Leitstelle Inkorporationsüberwachung des BfS ist auch im Bereich Forschung und Entwicklung aktiv. Sie initiiert Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und begleitet diese fachlich, entwickelt im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Analyse-, Mess- und Berechnungsverfahren weiter und optimiert Überwachungskonzepte.

© Bundesamt für Strahlenschutz