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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Serviceangebote

Hier finden Sie Service-Angebote des BfS zu Radon-Messungen, biologischer Dosimetrie sowie Inkorporationsüberwachung.

Chromosomen

Biologische Dosimetrie am BfS

Im zytogenetischen Labor des BfS in Neuherberg kann eine Dosisabschätzung bei überexponierten oder vermutlich überexponierten Personen mittels biologischer Indikatoren vorgenommen werden. Als Methode wird die Analyse von Chromosomenaberrationen an Lymphozyten des peripheren Blutes eingesetzt. Das dizentrische Chromosom hat sich in vielen Studien als der derzeit zuverlässigste und empfindlichste biologische Indikator für eine Exposition mit ionisierender Strahlung erwiesen.

Deutschlandkarte mit Inkorporationsmessstellen

Inkorporationsüberwachung: behördlich bestimmte Messstellen

Behördlich bestimmte Messstellen sind für die Überwachung auf Inkorporationen im Rahmen der physikalischen Strahlenschutzkontrolle zuständig. Diese Messstellen werden von den jeweils zuständigen Landesbehörden behördlich bestimmt, das heißt, sie sind damit amtlich anerkannt und müssen damit definierten Qualitätsansprüchen genügen.

Radon-Messsysteme: Serviceleistungen

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) bietet als akkreditiertes Labor (DAkkS-Nummer: D-K-15063-01-00) folgende Dienstleistungen an:

  • Kalibrierung von aktiven Messsystemen für Radon-222 und dessen kurzlebige Folgeprodukte,
  • Kalibrierung von passiven, integrierenden Messsystemen für Radon-222,
  • Prüfung der messtechnischen Eigenschaften von Messgeräten sowie Prüfung von Messverfahren.

Programm zur Berechnung der Zusammenhangswahrscheinlichkeit zwischen einer Erkrankung und einer Strahlenexposition (ProZES)

Das BfS stellt mit "ProZES" ein Programm zur Berechnung der Zusammenhangswahrscheinlichkeit zwischen einer Erkrankung und einer Strahlenexposition - zunächst als Testversion - zur Verfügung. Das Programm wurde als Hilfsmittel für Experten für die Begutachtung von Berufskrankheiten im Bereich der ionisierenden Strahlung entwickelt. Es bietet eine Reihe von Vorteilen gegenüber den bisher für diesen Zweck zur Verfügung stehenden Instrumenten.

Person zur Untersuchung in einem Ganzkörperzähler

Leitstelle Inkorporationsüberwachung des BfS

Die Leitstelle Inkorporationsüberwachung des BfS ist zuständig für die Qualitätssicherung von Überwachungsverfahren, die Vereinheitlichung beziehungsweise Harmonisierung von Analysen-, Mess- und Interpretationsverfahren, die Vergabe von Forschungs- und Entwicklungsarbeiten sowie die Beratung und Berichterstattung. Darüber hinaus ist sie in die radiologische Notfallvorsorge integriert

Blick in die Radonkammer

Radon-Kalibrierlabor

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) betreibt ein akkreditiertes Kalibrierlabor der Deutschen Akkreditierungsstelle GmbH (DAkkS) für die Messgrößen "Aktivitätskonzentration Radon-222 in Luft" und "Potenzielle Alpha-Energie-Konzentration der kurzlebigen Radon-Zerfallsprodukte" (PAEC) mit direkt auf die nationalen Normale (Primärnormale) zurückgeführten Sekundärnormalen. Routinemäßig erfolgt die Kalibrierung von Messgeräten unterschiedlichster Bauart und die Bereitstellung definierter Konzentrationen des Radons und seiner Zerfallsprodukte in abgeschlossenen Volumina für die Bearbeitung wissenschaftlicher Aufgabenstellungen.

Difussionskammer

Messmethoden

Für die Messung von Strahlenexpositionen durch Radon-222 können sowohl passive als auch direkt anzeigende Geräte eingesetzt werden. Zu den passiven Messgeräten zählen mit Kernspurdetektoren ausgerüstete Radon-Diffusionskammern, deren Messwert proportional zu der während des Messzeitraumes durch Radon akkumulierten Strahlenexposition ist. Die Messgeräte eignen sich insbesondere für Langzeituntersuchungen über mehrere Monate. Für die Messung der momentanen Radonkonzentration und zur Untersuchung ihrer zeitlichen Änderung sollten direkt anzeigende Messeinrichtungen verwendet werden.

© Bundesamt für Strahlenschutz