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Ionisierende Strahlung

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Ionisierende Strahlung

Anerkennungsverfahren für Anbieter von Radon-Messungen an Arbeitsplätzen

  • Wer Messgeräte zur Messung der Radon-Aktivitätskonzentration an Arbeitsplätzen nach §§ 127 und 128 des Strahlenschutzgesetzes bereitstellen und auswerten möchte, muss sich dafür gemäß § 155 der Strahlenschutzverordnung beim BfS anerkennen lassen.
  • Antragsformulare und eine Liste der einzusendenden Nachweise für die Anerkennung stellt das BfS bereit.
  • Für das Anerkennungsverfahren sollten Anbieter ausreichend Zeit einplanen.

Bis Ende 2020 müssen die Bundesländer ermitteln und bekanntgeben, in welchen Gebieten in vielen Gebäuden eine hohe Radon-Konzentration zu erwarten ist. In diesen Gebieten muss die Radon-Konzentration an Arbeitsplätzen im Keller und im Erdgeschoss gemessen werden. Dazu sind die Verantwortlichen für die jeweiligen Arbeitsplätze verpflichtet.

Gleiches gilt für Arbeitsfelder, in denen Beschäftigte erhöhten Radon-Konzentrationen ausgesetzt sind, wie zum Beispiel Radonheilstollen oder Wasserwerke.

Gesetzliche Vorgaben zur Messung der Radon-Konzentration am Arbeitsplatz

Ob die Radon-Aktivitätskonzentration an Arbeitsplätzen in Innenräumen gemessen werden muss, ist in §127 und §128 des Strahlenschutzgesetzes geregelt.

Wer zu diesem Zweck qualitätsgesicherte Messungen der Radon-Aktivitätskonzentration anbieten möchte, muss sich dafür gemäß § 155 Strahlenschutzverordnung beim BfS anerkennen lassen.

Qualitätssicherung durch Anerkennungsverfahren

Um eine bundeseinheitliche Qualität der Radon-Messungen am Arbeitsplatz sicherzustellen, müssen sich Anbieter dieser Messungen als "anerkannte Stelle gemäß § 155 Strahlenschutzverordnung" anerkennen lassen.

Die Anerkennung ist eine Voraussetzung dafür, dass die Messergebnisse von der zuständigen Landesbehörde, die den Arbeitsschutz überwacht, akzeptiert werden können. Sie bestätigt, dass der Anbieter geeignete Geräte zur Messung der Radon-Aktivitätskonzentration an Arbeitsplätzen im Sinne der Strahlenschutzgesetzgebung ausgeben und auswerten kann.

Anforderungen für die Anerkennung

Anbieter von Radon-Messungen, die sich als "anerkannte Stelle gemäß § 155 Strahlenschutzverordnung" anerkennen lassen möchten, können die Anerkennung ausschließlich beim Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beantragen. Für die Anerkennung müssen Anbieter gegenüber dem BfS nachweisen, dass sie

  • geeignete Messgeräte bereitstellen können,
  • über geeignete Ausrüstung und Verfahren zur Auswertung verfügen,
  • ein geeignetes System der Qualitätssicherung besitzen und
  • an Maßnahmen der Qualitätssicherung durch das BfS teilnehmen.

Wie erhalte ich die Anerkennung?

Sie sind Anbieter von Radon-Messungen? Wenn Sie sich als "anerkannte Stelle gemäß § 155 Strahlenschutzverordnung" anerkennen lassen möchten, senden Sie das ausgefüllte und unterschriebene Antragsformular mit den notwendigen Dokumenten und Nachweisen an das BfS. Bitte übermitteln Sie die Unterlagen elektronisch an ePost@bfs.de, sofern möglich.

Das BfS erstellt aktuell eine Übersicht der Prüf-Kriterien für die Anerkennung, die Ihnen helfen soll, bereits im Vorfeld des Anerkennungsprozesses einzuschätzen, ob Ihr Antrag Aussicht auf Erfolg hat. Unter der Mail-Adresse ePost@bfs.de berät Sie das BfS gern vorab.

Dauer des Anerkennungsprozesses

Für das Anerkennungsverfahren sollten Anbieter ausreichend Zeit einplanen. Das BfS empfiehlt hierfür etwa 3 Monate.

Werden passive Detektoren für die Radon-Messungen verwendet, ist die erfolgreiche Teilnahme an einer Vergleichs- und Eignungsprüfung des BfS für die Anerkennung nötig. Diese Prüfung findet nur 1 x pro Jahr statt.

Kosten der Anerkennung

Die Anerkennung ist kostenpflichtig; die Höhe der Gebühren kann beim BfS vorab erfragt werden. Verfügt ein Anbieter von Radon-Messungen über eine gültige Akkreditierung bei einer anerkannten Akkreditierungsstelle, vereinfacht sich das Verfahren, so dass niedrigere Gebühren erhoben werden.

Hinweis

Das BfS führt keine Anerkennung von "Messstellen" gemäß § 169 Strahlenschutzgesetz durch. Diese Messstellen werden durch die zuständigen Behörden in den jeweiligen Bundesländern bestimmt.

Als Service für diejenigen, die Radon am Arbeitsplatz messen lassen möchten, wird das BfS im Internet eine aktuelle Liste der gemäß § 155 Strahlenschutzverordnung vom BfS anerkannten Anbieter von Radon-Messungen veröffentlichen. Da das Anerkennungsverfahren am 31.12.2018 startet, sind derzeit noch keine Anbieter anerkannt.

Stand: 20.12.2018

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© Bundesamt für Strahlenschutz