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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Forschungs- und Entwicklungsvorhaben

Die Leitstelle Inkorporationsüberwachung des BfS ist auch im Bereich Forschung und Entwicklung aktiv. Sie

  • initiiert Forschungs- und Entwicklungsvorhaben und begleitet diese fachlich,
  • entwickelt im Rahmen von Forschungs- und Entwicklungsvorhaben Analyse-, Mess- und Berechnungsverfahren weiter und
  • optimiert Überwachungskonzepte.

In den vergangenen Jahren wurden Forschungsvorhaben durchgeführt zur

  • Verbesserung von Inkorporationsmess- und Analyseverfahren,
  • Biokinetik und
  • internen Dosimetrie.

Im Digitalen Online Repositorium und Informations-System (DORIS) des Bundesamtes für Strahlenschutz sind folgende Abschlussberichte von Forschungsvorhaben zu finden, die von der Leitstelle fachlich betreut wurden:

Nutzung von Geräten in nuklearmedizinischen Einrichtungen bei radiologischen Notfallsituationen mit hohen bis sehr hohen Körperaktivitäten im Rahmen des REMPAN-Netzwerkes
Abschlussbericht des Vorhabens 3609S60012

Die für Inkorporationsüberwachung eingesetzten Messstellen sind für den Nachweis von geringen Körperaktivitäten ausgelegt. In radiologischen Notfallsituationen müssen bei einer größeren Anzahl von Personen in kurzer Zeit hohe Körperaktivitäten bestimmt werden. Daher wird für solche Messungen der Einsatz von in der Nuklearmedizin verwendeten Messgeräten wie z.B. Gamma-Kameras erwogen. Ziel dieser Studie war es, diese Geräte auf ihre prinzipielle Eignung in radiologischen Notfallsituationen zu überprüfen und anhand einiger relevanter Radionuklide Vorgaben zu Anpassungen und ggf. erforderlichen Umrüstungen zu machen.

Ergebnis: Gamma-Kameras sind ohne größere Umrüstungen zur Detektion sowohl kleinerer als auch großer Körperaktivitäten für Photonen im Energiebereich zwischen 50 und 700 keV einsetzbar.

Ermittlung der Zufuhr von natürlichen Radionukliden der Uranzerfallsreihe (Th-230, Ra-226, Pb-210, Po-210) bei Personen aus der Bevölkerung, in belasteten Gebieten und Wohnungen und an NORM-Arbeitsplätzen durch Ausscheidungsanalyse
Abschlussbericht, 2005, zum Forschungsvorhaben St.Sch.-Nr.4280.

Der Abschlussbericht ist auch beim Verein für Kernverfahrenstechnik und Analytik Rossendorf e.V. unter VKTA-83, Februar 2007, erschienen.

Hochexponierte Kinder in Belarus
Bericht im Rahmen des UFO-Plan-Forschungsvorhabens StSch. 4350, 2006

Schutz des Ungeborenen bei beruflicher Strahlenexposition der Mutter
Zusammenfassung, 2006, zum Forschungsvorhaben St.Sch.4500

Biokinetik und Dosimetrie radioaktiv markierter organischer Verbindungen
Für die Überwachung beruflich strahlenexponierter Personen, die in Medizin, Forschung und Industrie mit radioaktiv markierten organischen Verbindungen umgehen, stehen die benötigten Ausscheidungsfunktionen nicht zur Verfügung. Dies führt zu erheblichen Unsicherheiten bei der Interpretation der Ergebnisse der Inkorporationsüberwachung. Es ist daher die Aufgabe dieses Vorhabens, entsprechende biokinetische Daten zu erheben und daraus die Ausscheidungsfunktionen und die zugehörigen Dosiskoeffizienten zu ermitteln.

Stand: 19.02.2016

© Bundesamt für Strahlenschutz