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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Biologische Dosimetrie

Durch ionisierende Strahlung (z. B. Röntgenstrahlung) können Chromosomenschäden (Chromosomenaberrationen) beim Menschen verursacht werden. Im Bundesamt für Strahlenschutz werden seit 1982 im Rahmen der biologischen Dosimetrie Chromosomenanalysen zur Dosisabschätzung zentral für die Bundesrepublik Deutschland durchgeführt. Unter biologischer Dosimetrie versteht man den Nachweis und wenn möglich die Quantifizierung einer Strahlenbelastung (Exposition) mittels biologischer Indikatoren. Für den praktischen Strahlenschutz stellt die biologische Dosimetrie eine wichtige und unabhängige, die physikalische Dosimetrie ergänzende Methode dar.

Chromosomen

Biologische Dosimetrie am BfS

Im zytogenetischen Labor des BfS in Neuherberg kann eine Dosisabschätzung bei überexponierten oder vermutlich überexponierten Personen mittels biologischer Indikatoren vorgenommen werden. Als Methode wird die Analyse von Chromosomenaberrationen an Lymphozyten des peripheren Blutes eingesetzt. Das dizentrische Chromosom hat sich in vielen Studien als der derzeit zuverlässigste und empfindlichste biologische Indikator für eine Exposition mit ionisierender Strahlung erwiesen.

Screenshot aus dem Experteninterview

Lässt sich eine Strahlenbelastung im Menschen biologisch nachweisen?

Wenn der Verdacht auf eine erhöhte Strahlenbelastung vorliegt, gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese zu ermitteln. Eine Möglichkeit bietet die biologische Dosimetrie, mit der sich die Höhe der individuellen Strahlenbelastung abzuschätzen lässt. Im Video erklärt Dr. Ulrike Kulka, wie sich eine Strahlenbelastung im Menschen biologisch nachweisen lässt.

Vorgehen bei der biologischen Dosimetrie

Biologische Dosimetrie nach einer Strahlenexposition

Biologische Dosimetrie ist eine international anerkannte Methode, um nach einer vermuteten übermäßigen Strahlenbelastung die Dosis abzuschätzen. Sie ist in Ergänzung zur physikalischen Dosimetrie oder falls keine physikalische Dosimetrie durchführbar war, möglich. Dafür werden bestimmte biologische "Marker" verwendet, die nach Einwirkung ionisierende Strahlung in bestrahlten Zellen wie Fingerabdrücke nachgewiesen werden können.

© Bundesamt für Strahlenschutz