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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Fukushima

Am 11. März 2011 kam es in Fukushima in Japan zu einem starken Erdbeben und nachfolgendem Tsunami. Im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi entstanden große Schäden, die mit den vorhandenen Sicherheitssystemen nicht bewältigt werden konnten. Die beim Unfall freigesetzten radioaktiven Substanzen kontaminierten Luft, Boden und Wasser in der Region um Fukushima. Die gesundheitlichen Folgen können noch nicht abschließend bewertet werden.

Die Blöcke 1 bis 5 in Fukushima Daiichi sind mit einem Mark I-Containment (Sicherheitsbehälter) ausgestattet

Der Unfall von Fukushima

Am 11. März 2011 kam es in Fukushima in Japan zu einem starken Erdbeben und nachfolgendem Tsunami. Im Kernkraftwerk Fukushima Daiichi entstanden große Schäden, die mit den vorhandenen Sicherheitssystemen nicht bewältigt werden konnten. Die beim Unfall freigesetzten radioaktiven Substanzen kontaminierten Luft, Boden und Wasser in der Region um Fukushima. Die gesundheitlichen Folgen können noch nicht abschließend bewertet werden.

Japanische Besucherin im Ganzkörperzähler Berlin

Gesundheitliche Folgen

Die infolge des Reaktorunfalls in Fukushima am 11.03.2011 in die Atmosphäre freigesetzten radioaktiven Stoffe (Radionuklide) wurden mit dem Wind lokal, regional und global verteilt und in der Folge auf der Erdoberfläche deponiert. Eine interne Strahlenbelastung für die Menschen entstand durch das Einatmen von radioaktiven Stoffen aus der Luft und später durch deren Aufnahme über die Nahrung. Die externe Strahlenbelastung kam durch die in der Luft befindlichen radioaktiven Stoffe und durch die auf dem Boden deponierten Radionuklide zustande.

Bericht vom 8. März 2012: "Die Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima nach dem Seebeben vom 11. März 2011 : Beschreibung und Bewertung von Ablauf und Ursachen"

BfS-Bericht: Unfallablauf und -ursachen

Ein Jahr nach der Reaktorkatastrophe von Fukushima veröffentlichte das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) einen Bericht über Ablauf und Ursachen des Unfalls. Die Grundzüge des Unfallablaufs sind bekannt. Bei den Details der Vorgänge innerhalb der Reaktoren selbst waren die Fachleute bei Erstellung des Berichts auf Beobachtung von außen, Erfahrungswissen und Rekonstruktion aus anderweitig gewonnenen Daten angewiesen.

Tabletten

Einnahme und Wirkung von Jodtabletten – Fragen und Antworten

Um bei einem nuklearen Unfall mit Freisetzung von radioaktivem Jod zu verhindern, dass sich in der Schilddrüse genau dieser Stoff anreichert, sollte zum richtigen Zeitpunkt nicht-radioaktives Jod in Form einer Tablette aufgenommen werden. Man spricht von der sogenannten Jodblockade. Die Einnahme von Jodtabletten zur Schilddrüsenblockade sollte nur nach ausdrücklicher Aufforderung durch die zuständigen Behörden erfolgen.

Screenshot aus dem Experteninterview

Was ist radiologischer Notfallschutz?

Nuklearer Notfallschutz bedeutet, dass alle Vorbereitungen getroffen werden, um bei der Freisetzung großer Mengen Radioaktivität in die Umwelt die Dosis für die Menschen zu beschränken und so weit wie möglich zu minimieren. Die katastrophalen Unfälle von Tschernobyl und Fukushima und ihre Folgen haben dazu beigetragen, den Notfallschutz grundlegend weiter zu entwickeln. Im Video informiert Dr. Matthias Zähringer darüber.

Umweltfolgen: Die radiologische Situation in Japan

Umweltfolgen

Nach dem Reaktorunfall in Fukushima kontaminierten freigesetzte Radionuklide die Umwelt. Der Artikel gibt eine Übersicht über die radiologische Situation nach dem Unfall in Japan. Er charakterisiert die betroffenen Gebiete, schätzt die Strahlenbelastung der Menschen in Japan ab und gibt einen Überblick über die Anstrengungen zur Dekontamination.

Notfallschutz-Analyse: Konsequenzen für Deutschland

Notfallschutz-Analyse

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beschäftigte sich nach dem Unfall in Fukushima mit der Frage, welche Auswirkungen ein Unfall in einem deutschen Kernkraftwerk mit einem ähnlichen Verlauf wie in Fukushima in Deutschland hätte. Diese Untersuchung wurde zwischen Herbst 2012 und Ende 2013 mit mehr als 5000 weiteren Fallbeispielen fortgeführt. Der ausführliche Bericht erschien Ende Februar 2015.

Zeitlicher Verlauf der Strahlenbelastund durch in den Körper aufgenommenes Cäsium-137 in Millisievert pro Jahr

Fallout im Vergleich

In der Vergangenheit wurden durch menschliche Handlungen zweimal größere Mengen radioaktiver Stoffe in die Atmosphäre eingetragen und führten zu nachweisbaren Strahlenbelastungen in Europa: zum einen aufgrund der oberirdischen Kernwaffentests in den 1950er und 1960er Jahren, zum anderen nach dem Reaktorunfall in Tschernobyl im Jahr 1986. In beiden Fällen wurden radioaktive Stoffe aus der Kernspaltung freigesetzt.

Interview mit Ex-BfS-Präsident König zu Fukushima

Der Atomunfall im japanischen Fukushima sei nach allen vorliegenden Erkenntnissen nicht mit der Katastrophe von Tschernobyl vergleichbar, betonte Wolfram König, Präsident des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS) von 1999 bis 2017, im März 2011 im Interview mit der Deutschen Presse-Agentur. Dabei erklärte er, was an Strahlenschutzmaßnahmen in Deutschland getan wird.

© Bundesamt für Strahlenschutz