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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Qualitätssicherungsmaßnahmen bei der Aero-Gammaspektrometrie

Die Aufgabe "Strahlenspüren aus der Luft" wird seit 1993 in enger Zusammenarbeit zwischen dem Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) und dem Bundesgrenzschutz (seit 2005 Bundespolizei (BPOL) durchgeführt. Um die Einsatzbereitschaft Aero-Gammaspektrometrie jederzeit sicherstellen zu können, werden jährlich nationale oder internationale Messkampagnen durchgeführt.

Aerogamma - Übungsgebiete Übungsgebiete von Aerogamma-MessflügenGebiete in Deutschland, in denen seit 1993 aerogamma-spektrometrische Messübungen durchgeführt wurden

Im Rahmen der nationalen Messkampagnen wird die Zusammenarbeit zwischen BfS und BPOL trainiert. Dazu führen BfS und BPOL Messflüge in Gebieten mit unterschiedlichen Geländestrukturen sowie mit deutlich erhöhtem Strahlungspegel durch.

Schwerpunkte der Übungen sind

  • die großräumige Kartierung natürlicher Radionuklide,
  • die Optimierung der im BfS entwickelten Mess- und Auswertesoftware sowie
  • die zeitnahe Vor-Ort-Auswertung der aufgenommenen Messdaten und die Übermittlung der Messergebnisse an eine Auswertezentrale.

Forschungsvorhaben

Haupteinsatzgebiet der Aero-Gammaspektrometrie ist die schnelle und großräumige Ermittlung am Boden abgelageter radioaktiver Stoffe im Rahmen des Notfallschutzes, zum Beispiel nach einem kerntechnischen Unfall. Um die wissenschaftliche Qualität der Aero-Gammaspektrometrie auf dem aktuelle Stand zu halten, initiiert das BfS unter anderem Forschungsvorhaben. 2011 setzte das BfS das Forschungsvorhaben "Weiterentwicklung der aero-gammaspektrometrischen Messsysteme des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) und Anpassung der Mess- und Auswerteverfahren an die Anforderungen des Notfallschutzes (2011-2014)" auf, das von TÜV SÜD bearbeitet wurde.

Im Rahmen des Forschungsvorhabens wurden folgende Verfahren entwickelt:

  • eine Modellierung der Photonenflussdichten unter Berücksichtigung komplexer Randbedingungen;
  • eine winkel- und tankfüllstandsabhängige Kalibrierung des im Hubschrauber eingebauten Messsystems;
  • eine Methode zur Erweiterung der Einsatzfähigkeit der Aero-Gammaspektrometrie (zum Beispiel bei vorhandenen Luftkontaminationen).
Stand: 04.11.2016

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© Bundesamt für Strahlenschutz