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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Internationale Messnetze

Innerhalb der Europäischen Union haben sich die Mitgliedstaaten zur kontinuierlichen Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt verpflichtet. Auf internationaler Ebene liefert auch das CTBT-Messnetz zur Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens weltweit Daten zur Radioaktivität in der Umwelt.

Messnetze auf europäischer Ebene

Alle Mitgliedstaaten der Europäischen Union haben sich zur kontinuierlichen Überwachung der Radioaktivität in der Umwelt verpflichtet und betreiben ähnliche Messnetze wie das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS). Österreich und die Schweiz verfügen über ein vergleichsweise engmaschiges Netz wie Deutschland, in anderen Staaten liegt der Schwerpunkt auf der Überwachung der kerntechnischen Anlagen, das heißt, die Messstationen sind vor allem in der Nähe dieser Anlagen platziert.

Die Messstation auf dem Schauinsland ist eine der vier deutschen Standorte des weitmaschigen Netzwerks der Europäischen Union (EU) ("Dense and Sparse Network") zur Überwachung der Umweltradioaktvität. Nach Artikel 35 des EURATOM-Vertrags werden die dort erhobenen Daten der Gammaortsdosisleistung (ODL) und Aktivitätskonzentrationen im Luftstaub gegenüber der EU berichtet.

Dazu werden Messwerte der Mitgliedsstaaten für diese und weitere Umweltmedien werden vom Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Union zusammengefasst und veröffentlicht.

Die Messwerte der Ortsdosisleistung (ODL) als auch weiterer Umweltmedien werden vom Joint Research Centre (JRC) der Europäischen Union zusammengefasst und veröffentlicht.

Das BfS arbeitet eng mit dem JRC zusammen, betreibt einen Server für EURDEP in Freiburg und führt an der Station Schauinsland mit dem Projekt INTERCAL ein langfristiges Vergleichsexperiment mit Strahlungsdetektoren in- und ausländischer Messnetze durch.

Das weltweite Messnetz des CTBT

Auf internationaler Ebene betreibt die Vertragsorganisation für das Kernwaffenteststoppabkommen (CTBTO) ein globales Messnetz. Die Spurenmessstation Schauinsland ist eine von gegenwärtig circa 60 Stationen, die partikelgebundene Gammastrahler im Bereich weniger Mikrobecquerel pro Kubikmeter Luft und radioaktive Edelgase im Bereich unter einem Millibecquerel pro Kubikmeter Luft nachweisen können.

Das Edelgaslabor des BfS in Freiburg ist zudem auf die Messung von radioaktivem Krypton und radioaktivem Xenon spezialisiert. Es untersucht deren Quellen, die atmosphärische Ausbreitung der freigesetzten Radioaktivität und den sogenannten Untergrund, das heißt die ständig vorkommende Radioaktivität in der Luft. Im Laufe der letzten Jahre wurden Proben aus allen Kontinenten einschließlich der Antarktis untersucht.

Stand: 26.06.2017

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© Bundesamt für Strahlenschutz