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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Das integrierte Mess- und Informationssystem (IMIS)

Aufgabe von IMIS ist es, die Umwelt kontinuierlich zu überwachen, um bereits geringfügige Änderungen der Umweltradioaktivität flächendeckend schnell und zuverlässig erkennen sowie langfristige Trends erfassen zu können. Alle Ergebnisse werden zusammengeführt, geprüft, aufbereitet und in übersichtlichen Dokumenten dargestellt.

organisatorische Gliederung von IMIS

Integriertes Mess- und Informationssystem (IMIS)

Kontinuierlich arbeitende Messnetze sind für die Überwachung der Radioaktivität in der Atmosphäre, in den Bundeswasserstraßen und in der Nord- und Ostsee eingerichtet. Im Routinebetrieb werden bundesweit mehr als 10.000 Einzelmessungen pro Jahr in Luft, Wasser, Boden, Nahrungs- und Futtermittel durchgeführt. An diesem Routinemessprogramm zur Überwachung der Umwelt sind mehr als 60 Labore in Bund und Ländern beteiligt.

Screenshot aus dem Experteninterview

Wie funktioniert die föderale Zusammenarbeit bei der Überwachung der Umweltradioaktivität?

Als direkte Folge und Lehre aus dem katastrophalen Unfall von Tschernobyl wurde in Deutschland das "Integrierte Mess- und Informationssystem" (kurz: IMIS) entwickelt. Darin werden alle Messdaten offizieller Stellen zur Umweltradioaktivität gesammelt und ausgewertet. Im Video geht Martin Neumann auf die historischen Hintergründe ein und erklärt, warum die heutige Bündelung der Daten für den Notfallschutz wichtig ist.

Funktionsweise der Lagedarstellung

Dokumentation

Alle Mess- und Prognoseergebnisse werden in der Zentralstelle des Bundes (ZdB) in Neuherberg zusammengeführt. Dort werden die Ergebnisse mit Hilfe der Leitstellen geprüft und in Form von Graphiken und Tabellen dargestellt und kommentiert. Durch das Integrierte Mess- und Informationssystem (IMIS) werden zirka 70 Institutionen (Landesministerien, Landesbehörden, Messstellen etc.) beziehungsweise zirka 200 einzelne Klienten miteinander vernetzt.

Deutschlandkarte mit ODL-Messstellen

Überwachung der Gamma-Ortsdosisleistung

Als eine der wichtigsten Messeinrichtungen betreibt das BfS auf Grundlage des Strahlenschutzvorsorgegesetzes (StrVG) ein bundesweites Messnetz zur großräumigen Ermittlung der äußeren Strahlenbelastung durch kontinuierliche Messung der Gamma-Ortsdosisleistung (ODL).

Deutschlandkarte mit Ausbreitung radioaktiver Wolke

Messstrategien im Notfall

Um die radiologische Lage festzustellen, werden in einem Notfall umgehend flächendeckende Messungen durchgeführt. Während des Durchzugs einer radioaktiven Wolke messen die automatischen Messnetze des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) und des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Nach Durchzug der Wolken werden die Kontamination des Bodens in Karten dargestellt und die Vermarktungsfähigkeit von Lebensmitteln geprüft.

© Bundesamt für Strahlenschutz