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Ionisierende Strahlung

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Ionisierende Strahlung

Der Kernwaffenteststopp-Vertrag (CTBT)

Der umfassende Kernwaffenteststopp-Vertrag (engl. Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty, CTBT) ist eines der zentralen internationalen Abkommen zur Verhinderung der Weiterverbreitung von Kernwaffen. Obwohl er noch nicht in Kraft getreten ist, wird bereits heute ein weltweites Messnetz zu Überwachung des Teststopps aufgebaut und erfolgreich betrieben.

nukleare Wolke direkt nach Zündung einer Atombombe

Der Kernwaffenteststopp-Vertrag (CTBT) und seine Umsetzung

Der umfassende Kernwaffenteststopp-Vertrag (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty, CTBT) ist eines der zentralen internationalen Abkommen zur Verhinderung der Weiterverbreitung von Kernwaffen. Obwohl er noch nicht in Kraft getreten ist, wird bereits heute ein weltweites Messnetz zu Überwachung des Teststopps aufgebaut und erfolgreich betrieben.

Blick auf die Messstation Schauinsland des BfS

Station Schauinsland: Geschichte und Aufgaben

Kurz nach dem 2. Weltkrieg (1946) begann eine Arbeitsgruppe des Physikalischen Instituts der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg unter Leitung von Prof. Wolfgang Gentner und Dr. Albert Sittkus damit, im Schwarzwald auf dem Schauinsland Experimente zur Charakterisierung der kosmischen Höhenstrahlung durchzuführen. Im Frühjahr 1953 gelang den Forschern zum ersten Mal der Nachweis von Fallout eines Kernwaffentests in Niederschlagsproben. Als Folge wurde für die lückenlose langfristige Überwachung der Atmosphäre auf künstliche und natürliche Radioaktivität auf dem Schauinsland (1.200 Meter über dem Meeresspiegel) eine feste Messstation gebaut. 1957 nahm die Station ihren Betrieb auf.

Heute ist die Station auch Teil des weltweiten Messnetzes zur Überprüfung des UN-Abkommens zum Atomwaffen-Teststopp.

Weltkarte mit MessstationenQuelle: CTBTO

Überwachung des Kernwaffenteststopp-Abkommens

Die Organisation zur Überwachung des Internationalen Kernwaffenteststoppabkommens (CTBTO) überwacht die Einhaltung des Abkommens mit seismischen Messungen, Radioaktivitätsmessungen und Spezialmikrophonen in den Ozeanen und der Atmosphäre. Das BfS beteiligt sich mit Radioaktivitätsüberwachungen an der Kontrolle und unterstützt das Auswärtige Amt bei der fachlichen Auswertung und Bewertung der Daten.

auf der Weltkarte sind alle Radioaktivitätsmessstationen der CTBTO eingetragenQuelle: CTBTO

Spurenanalyse weltweit

Die Internationale Organisation zur Überwachung des Kernwaffenteststoppabkommens (Comprehensive Nuclear-Test-Ban Treaty Organization, CTBTO) verfügt über ein weltweites Netzwerk, das bei vollem Ausbau u.a. aus 80 Radionuklidmessstationen zum Nachweis von an Luftstaub gebundenen Radionukliden besteht. 40 dieser Stationen sind zusätzlich mit Systemen zur Messung radioaktiven Xenons (Xenon-133) ausgestattet.

Eine dieser Radionuklidmessstationen wird vom Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) auf dem Schauinsland bei Freiburg im Breisgau betrieben.

© Bundesamt für Strahlenschutz