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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Zentrale Unterstützungsgruppe des Bundes für gravierende Fälle der Nuklearspezifischen Gefahrenabwehr (ZUB)

In der Zentralen Unterstützungsgruppe des Bundes für gravierende Fälle der Nuklearspezifischen Gefahrenabwehr (ZUB) arbeiten Spezialkräfte des Bundeskriminalamtes (BKA), der Bundespolizei (BPOL) und des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) bei Missbrauch radioaktiver Stoffe zusammen.

Beispiel

Im Dezember 2006 unterstützte die ZUB die Hamburger Behörden bei einem Einsatz, bei dem Spuren von Polonium-210 festgestellt wurden.

Mehr dazu:

Jahresbericht 2007

Die ZUB kann im Bedarfsfall von Bundes- oder Landesbehörden zur Unterstützung angefordert werden. Der gemeinsame Krisenstab von Bundesinnenministerium (BMI) und Bundesumweltministerium (BMUB) gibt den Einsatz der ZUB frei, wenn die daran zu beteiligenden Behörden dem Vorgehen zustimmen.

Aufgaben der ZUB

Zu den wesentlichen Aufgaben der ZUB gehört es, eine sowohl polizeiliche als auch radiologische Gefahrensituation zu bewältigen. Zudem berät die ZUB die Landesbehörden und andere Behörden der Gefahrenabwehr regelmäßig bei der Bewertung von Vorfällen.

BfS-Messtechnik in einem Hubschrauber HubschrauberBfS-Messtechnik wird in einem Hubschrauber der Bundespolizei zur Messung von Strahlenquellen am Boden eingesetzt (Übungssituation)

Das BfS nimmt in der ZUB u.a. die folgenden Aufgaben wahr:

  • Bewertung der radiologischen Situation
  • Beratung der Einsatzleitung in Fragen des Strahlenschutzes und zur möglichen Gefährdung durch radioaktive Stoffe
  • Gewährleistung des Strahlenschutzes der Einsatzkräfte
  • Suche, Detektion mit Messgeräten und Identifikation radioaktiver Stoffe, Mengenabschätzung
  • Abschätzung der Ausbreitung radioaktiver Stoffe (z.B. bei einem Szenario mit einer schmutzigen Bombe)
  • Zusammenarbeit mit Stellen, die eine Abschätzung der Dosis vornehmen können, die von den radioaktiven Stoffen ausgeht
  • Beratung zum Transport radioaktiver Stoffe
  • Beratung bei der Durchführung von Dekontaminationsmaßnahmen
  • Planung und Organisation von Schulungen und Übungen

Regelmäßige Übungen

Untersuchende an einem Tatort TatortarbeitUntersuchung eines Übungstatorts nach Radioaktivität

Die an der ZUB beteiligten Behörden bereiten sich durch regelmäßige Übungen und Ausbildungsveranstaltungen auf einen möglichen Einsatz vor.

Jährlich wird bei mindestens einer Übung der Spezialkräfte der ZUB ein umfangreiches Szenario bearbeitet, bei dem möglichst viele Aspekte der nuklearspezifischen Gefahrenabwehr (NGA) unter Strahlenschutzbedingungen geübt werden. Wichtig sind dabei insbesondere die Entschärfung, die Tatortarbeit und die Dekontamination der Einsatzkräfte.

Wissenswertes

In der Antwort der Bundesregierung auf eine "Kleine Anfrage der Abgeordneten Jan van Aken, Wolfgang Gehrcke, Frank Tempel, weiterer Abgeordneter und der Fraktion DIE LINKE." (Drucksache 18/7036) wird stark zusammengefasst ein Überblick über die CBRN-bezogenen Verpflichtungen und die Einsatzkonzepte der beteiligten Behörden gegeben. Auf Seite 11 in der Antwort der Bundesregierung wird auf die Möglichkeit der Unterstützung durch die ZUB verwiesen.

Stand: 15.05.2017

© Bundesamt für Strahlenschutz