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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung
Screenshot aus dem Video "Was ist eigentlich Radioaktivität?"

Was ist ionisierende Strahlung?

Strahlung transportiert - ausgehend von einer Strahlenquelle - Energie. Die Energie wird in Form elektromagnetischer Wellen (wie etwa bei sichtbarem Licht oder bei Röntgenstrahlung) oder als Teilchenstrom (zum Beispiel bei Alpha-/Betastrahlung) transportiert.

Deutschlandkarte mit ODL-Messstellen

Überwachung der Gamma-Ortsdosisleistung

Als eine der wichtigsten Messeinrichtungen betreibt das BfS auf Grundlage des Strahlenschutzvorsorgegesetzes (StrVG) ein bundesweites Messnetz zur großräumigen Ermittlung der äußeren Strahlenbelastung durch kontinuierliche Messung der Gamma-Ortsdosisleistung (ODL).

Flugzeug

Höhenstrahlung beim Fliegen

Viele Menschen reisen - privat oder geschäftlich - zu ihren entfernten Zielen mit dem Flugzeug. Diese fliegen oft in Höhen und geografischen Breiten, in denen deutlich mehr Strahlung auf den Menschen einwirkt, als an der Erdoberfläche. Die Energien dieser Strahlen sind so hoch, dass man sie nicht abschirmen kann.

Wasser in Glas füllen

Radionuklide im Trinkwasser

Basierend auf umfangreichen systematischen Untersuchungen schuf das Bundesamt für Strahlenschutz im Jahre 2009 mit der Studie "Strahlenexposition durch natürliche Radionuklide im Trinkwasser in der Bundesrepublik Deutschland" eine fachliche Grundlage für die Festlegung von Anforderungen an die Überwachung insbesondere der natürlichen Radioaktivität im Trinkwasser im Rahmen des Trinkwasserrechts. Im Jahr 2013 trat dazu eine europäische Richtlinie in Kraft, die im November 2015 in nationales Recht umgesetzt wurde.

Natürliche Strahlenbelastung in Deutschland

Die gesamte natürliche Strahlenbelastung oder genauer die Dosis in Deutschland beträgt durchschnittlich 2,1 Millisievert im Jahr (effektive Dosis). Je nach Wohnort, Ernährungs- und Lebensgewohnheiten reicht sie von circa einem bis zu zehn Millisievert.

Gemüse und Obst

Radionuklide in Lebensmitteln

Alle Nahrungsmittel enthalten natürliche Radionuklide. Darüber hinaus führten insbesondere der Reaktorunfall von Tschernobyl und die oberirdischen Kernwaffentests zu künstlichen Radionukliden in Nahrungsmitteln. Die natürliche Radioaktivität in Nahrungsmitteln, die zur Strahlenbelastung des Menschen beiträgt, ist hauptsächlich durch das Kaliumisotop Kalium-40 und die langlebigen Radionuklide der Uran-Radium-Zerfallsreihe und der Thorium-Zerfallsreihe bedingt. Von den künstlichen Radionukliden ist vor allem Cäsium-137 für die Strahlenbelastung des Menschen wichtig.

Landschaft, Radon tritt aus Erdreich aus

Was ist Radon?

Die Erdkruste enthält neben anderen, für die Strahlenexposition des Menschen weniger wichtigen, die natürlichen Radionukliden Uran-238, Uran-235, Thorium-232 und Kalium-40. Als Zwischenprodukt der Zerfallsreihe des Uran-238 entsteht über Radium-226 das radioaktive Edelgas Radon-222 (Halbwertszeit 3,8 Tage). Es ist farblos, geruchlos und geschmacklos. Radon verursacht den größten Beitrag zur Strahlenexposition der Bevölkerung aus natürlichen Strahlenquellen in Deutschland.

rechter Unterschenkel mit Platte

Röntgendiagnostik - das Verfahren

In der Röntgendiagnostik werden die drei Techniken Röntgenaufnahmen, Röntgendurchleuchtungen und Computertomographien (CT) unterschieden.

© Bundesamt für Strahlenschutz