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Ionisierende Strahlung

Umweltradioaktivität - Medizin - Beruflicher Strahlenschutz - Nuklear-spezifische Gefahrenabwehr

Ionisierende Strahlung

Internationaler Workshop zur Sicherheit von Strahlenquellen in Berlin

Radioaktive Strahlenquellen werden weltweit für viele Anwendungen in der Medizin, Industrie, Forschung und Bildung genutzt. Aufgrund der wachsenden Globalisierung und der weltweiten Verbreitung radioaktiver Strahlenquellen ist aber auch das Potenzial für kriminelle oder terroristische Handlungen erhöht, so dass die Sicherung radioaktiver Strahlenquellen von sehr hoher Bedeutung ist.

Die Bundesregierung hat in den "Nuclear Security Summit"-Treffen 2012 und 2014 die Notwendigkeit einer Erhöhung der nuklearen Sicherung, insbesondere im Hinblick auf die enorme Zahl der weltweit in der Medizin verwendeten Strahlenquellen hervorgehoben und das zentrale Anliegen der Bundesregierung, andere Staaten in ihren Bemühungen zur Stärkung der radiologischen Sicherheit zu unterstützen, betont. Als Beitrag zum sog. "Gift basket" auf internationaler Ebene wurde von Deutschland die Durchführung eines internationalen Workshops zur Sicherheit und Sicherung von Strahlenquellen angekündigt. Dieser Workshop wird vom BfS im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Auswärtigen Amts (AA) ausgerichtet und findet vom 13. bis 15. September 2016 im Auswärtigen Amt in Berlin statt.

Roboter für den Einsatz bei der Sicherstellung herrenloser Strahlenquellen Roboter für den Einsatz bei der Sicherstellung herrenloser StrahlenquellenRoboter für den Einsatz bei der Sicherstellung herrenloser Strahlenquellen

Zielstellung des Workshops

Der Workshop wird die in internationalen Gremien häufig diskutierte Frage behandeln, ob die vorhandenen internationalen Standards bzw. Rahmenbedingungen zur Sicherheit und Sicherung von Strahlenquellen ausreichend sind und in den verschiedenen Weltregionen effektiv umgesetzt werden. Im Fokus wird dabei insbesondere der Code of Conduct on the Safety and Security of Radioactive Sources (CoC) der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA) stehen, dessen Empfehlungen als ein wichtiger Aspekt der weltweiten Anstrengungen zur Sicherung von Strahlenquellen gesehen werden. Die Umsetzung dieser Empfehlungen in nationale Vorschriften liegt in der Verantwortung des Staates.

Die Teilnehmer werden im Workshop über die Situation hinsichtlich der Sicherung radioaktiver Strahlenquellen in ihrem Land berichten und ihre Vorgehensweisen zur Etablierung einer nationalen regulatorischen Infrastruktur präsentieren. Zudem werden die Empfehlungen zur Sicherung von Strahlenquellen, die im Code of Conduct sowie in der nachgeordneten Richtlinie zum Import/Export (Guidance on the Import and Export of Radioactive Sources) festgelegt sind, hinsichtlich ihrer weltweiten Gültigkeit und Vollständigkeit überprüft und analysiert werden. In diesem Zusammenhang ist die Erörterung folgender Themen im Hinblick auf die Sicherung und Sicherheit von Strahlenquellen vorgesehen:

  • Kontrollen während der gesamten Lebensdauer einer Quelle,
  • Aus- und Weiterbildung aller Stakeholder entsprechend ihrer Verantwortlichkeiten,
  • Internationales Rahmenprogramm zur Adressierung gegenwärtiger Bedrohungslagen,
  • Verbesserung der Sicherungskultur,
  • Internationaler Handel mit radioaktiven Strahlenquellen,
  • Umgang mit herrenlosen Strahlenquellen,
  • Management nicht mehr benutzter Strahlenquellen,
  • Überschneidungen und Lücken zwischen Sicherung und Sicherheit.

Hierbei werden neben dem Code of Conduct auch weitere internationale Dokumente wie die "Joint Convention on the Safety of Spent Fuel Management and on the Safety of Radioactive Waste Management", die europäische Richtlinie 2013/59/Euratom, die internationalen "Basic Safety Standards" sowie Sicherungsstandards wie IAEA NSS 11 und NSS 14 in der Diskussion berücksichtigt werden. Die Dokumentation und Kommunikation der Ergebnisse des Workshops wird in einer mit den Teilnehmern abzustimmenden Form erfolgen.

Die Veranstaltung richtet sich an

  • Vertreter deutscher und internationaler Behörden
  • Vertreter internationaler Organisationen und Initiativen
  • Betroffene aus dem Umgang mit Strahlenquellen (Hersteller, Anwender von überregionaler Bedeutung, etc.)

Ablauf

  • 1. Tag: Eröffnung, Keynotes, Diskussionen
  • 2. Tag: Themenbezogene Beratungen in kleinen Arbeitsgruppen (break-out sessions) zur Erarbeitung von Empfehlungen
  • 3. Tag: Vorstellung und Diskussion der themenbezogenen Beratungen vom 2. Tag, Diskussion und Verabschiedung einer Abschlussstellungnahme

Veranstaltungsort

Weltsaal im Auswärtigen Amt Weltsaal im Auswärtigen AmtWeltsaal im Auswärtigen Amt Quelle: Auswärtiges Amt, 2016

Auswärtiges Amt
Weltsaal
Werderscher Markt 1
10117 Berlin

Organisation

Die Veranstaltung wird im Auftrag des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) und des Auswärtiges Amtes (AA) durchgeführt vom

Bundesamt für Strahlenschutz
Willy-Brandt-Straße 5
38226 Salzgitter
Deutschland

Die Kontaktdaten zur Anmeldung und weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Workshops.

Stand: 29.07.2016

© Bundesamt für Strahlenschutz