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Elektromagnetische Felder

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Elektromagnetische Felder

Feldbelastung im Alltag

  • Das BfS führte von Mai 1996 bis Juni 1997 im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen eine Studie zur "Erfassung der niederfrequenten magnetischen Exposition der Bürger in Bayern" durch.
  • Bei 24-stündigen Messungen mittels am Körper tragbarer Personendosimeter für das magnetische Feld bei 50 Hertz wurde für alle untersuchten Personen ein arithmetischer Mittelwert von 0,101 Hertz und ein Medianwert von 0,047 Hertz erreicht.

Im Rahmen einer Studie des BfS, die im Zeitraum von Mai 1996 bis Juni 1997 zur "Erfassung der niederfrequenten magnetischen Exposition der Bürger in Bayern" im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen durchgeführt wurde, zeigte sich, dass bei 24-stündigen Messungen mittels am Körper tragbarer Personendosimeter für das magnetische Feld bei 50 Hertz ein arithmetischer Mittelwert für alle untersuchten Personen von 0,101 Mikrotesla und ein Medianwert von 0,047 Mikrotesla erreicht wurden.

Magnetfeldexposition für die allgemeine Bevölkerung (repräsentativ für die Siedlungsstruktur im Bayern) aufgrund der 50 Hertz-Stromversorgung
PersonenMittelwert in MikroteslaMedian in Mikrotesla95-Prozent-Perzentil in Mikrotesla
24-Stunden-Exposition1.9520,1010,0470,308
Exposition im Haus1.9410,0900,0630,215
Exposition in der Nacht1.9260,0950,0920,144
Großstadt, 24 Stunden3700,1150,0610,314
ländlich, 24 Stunden4320,0770,0350,261
Einfamilienhaus1.2270,0920,0590,218
Hochhaus510,0970,0760,116
Wohnung in der Nähe von Hochspannungsleitungen4170,1120,0610,299
24-Stunden-Daten: im Büro Tätige6240,1070,0490,338
24-Stunden-Daten: Handwerker / Arbeiter1480,1660,0490,628
24-Stunden-Daten: nicht Erwerbstätige9220,0930,0460,258

Quelle: Bundesamt für Strahlenschutz

Es ergab sich weiterhin aus der Studie, dass die nächtliche Exposition auffällig höher lag, wenn sich das Messgerät in unmittelbarer Nähe zum Beispiel eines Radioweckers befand. Aber auch in solchen Fällen wurde ein relativ geringer Medianwert von nur 0,146 Mikrotesla erreicht (nicht in der oben stehenden Tabelle aufgeführt).

Selbst bei Personen, die angaben, in der Umgebung von Hochspannungsleitungen zu wohnen, zeigten sich kaum Unterschiede - auch bei ihnen wurde nur eine mittlere Exposition von 0,11 Mikrotesla gemessen. Erstmals konnte bei dieser Untersuchung auch der Einfluss der Exposition durch Bahnstromanlagen dosimetrisch ermittelt werden. Für 190 Personen, die angaben, in der Nähe einer Bahnstrecke zu wohnen, betrug der Mittelwert 0,16 Mikrotesla bei 16,7 Hz; der Medianwert lag bei 0,1 Mikrotesla.

Feldbelastung Handwerker

Deutlich sind die Unterschiede zwischen Tag und Nacht, der Arbeit und dem Aufenthalt zu Hause auszumachen.

Bei Arbeiten mit leistungsstarken elektrischen Geräten (zum Beispiel Schweißapparat, Bohrmaschine)

erreichte die Exposition mit niederfrequenten Magnetfeldern relativ hohe Werte,

gegen 13 Uhr bis zu 45 Mikrotesla.

Hausfrau

Die Exposition mit niederfrequenten Magnetfeldern (magnetische Flussdichte)

unterscheidet sich zwischen Tag und Nacht.

Beim Aufenthalt in der Nähe leistungsstarker Elektrogeräte (z.B. Waschmaschine, Küchenherd, Staubsauger)

werden Spitzenwerte zwischen 0,4 und 2 Mikrotesla (µT) erreicht.

Radiowecker

In vielen Fällen wurde in der Nacht eine höhere Exposition mit niederfrequenten Magnetfeldern beobachtet als am Tag.

Dies war in der Regel darauf zurückzuführen, dass der Radiowecker weniger als 30 Zentimeter vom Bett entfernt aufgestellt war.

Messungen der magnetischen Flussdichte in größeren Abständen von den Radioweckern erbrachten deutlich niedrigere Werte.

Stand: 27.04.2016

© Bundesamt für Strahlenschutz