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Elektromagnetische Felder

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Elektromagnetische Felder

Bildschirmgeräte

  • Wie von allen elektrischen Büro- und Haushaltsgeräten gehen auch von Fernsehern und Computerbildschirmen (Monitore) niederfrequente elektrische und magnetische Felder aus.
  • Bei den modernen Flachbildschirmen tritt aufgrund der Bau- beziehungsweise Funktionsweise (ohne Bildschirmröhre) gar keine Röntgenstrahlung auf, und die Magnetfelder sind gegenüber denen von Röhrengeräten deutlich reduziert.
  • Einschränkungen bei der Bildschirmarbeit sind bisher stets aus ergonomischen Gründen empfohlen worden.
  • Die TCO-Empfehlungen für die maximalen Emissionen von Bildschirmen sind sehr niedrig angesetzt, da sie die an einem PC-Arbeitsplatz bereits vorhandenen elektrischen und magnetischen Felder nicht zusätzlich erhöhen sollen. Für die Bundesrepublik Deutschland ist der TCO-Standard nicht verbindlich.

Bildschirmgeräte Bildschirm

Wie von allen elektrischen Büro- und Haushaltsgeräten gehen auch von Fernsehern und Computerbildschirmen (Monitore) niederfrequente elektrische und magnetische Felder aus:

  • Es handelt sich hierbei hauptsächlich um elektrische und magnetische Wechselfelder mit der Frequenz der Stromversorgungsnetze von 50 Hz.
  • In geringerem Maße treten auch Oberwellen, also Vielfache der Grundfrequenz 50 Hz auf. Hinzu kommen statische elektrische Felder und höherfrequente elektromagnetische Felder bis in den Kilohertzbereich.
  • Geräte mit einer Bildschirmröhre („Kathodenstrahlröhre“) erzeugen zusätzlich eine schwache Röntgenstrahlung, die aber durch den Aufbau der Bildröhre nahezu vollständig abgeschirmt wird.

Die Intensitäten der austretenden nichtionisierenden sowie der Röntgenstrahlung liegen in einem so niedrigen Bereich, dass sowohl bei der Arbeit an Bildschirmgeräten als auch bei einem Aufenthalt in Räumen mit mehreren derartigen Geräten eine gesundheitliche Gefährdung auszuschließen ist.

Magnetfelder bei modernen Flachbildschirmen deutlich reduziert

Bei den modernen Flachbildschirmen tritt aufgrund der Bau- beziehungsweise Funktionsweise (ohne Bildschirmröhre) gar keine Röntgenstrahlung auf, und die Magnetfelder sind gegenüber denen von Röhrengeräten deutlich reduziert.

Einschränkungen bei Bildschirmarbeit aus ergonomischen Gründen

Einschränkungen bei der Bildschirmarbeit sind bisher stets aus ergonomischen Gründen empfohlen worden. Diese betreffen beispielsweise

  • die zeitliche Dauer, um eine zu hohe Belastung der Augen zu vermeiden,
  • den Lichteinfall,
  • die Gestaltung des Arbeitsplatzes bei lang anhaltender, sitzender Tätigkeit und
  • psychologische Effekte.

Auch bei der Nutzung eines Fernsehapparates sollte vor allem auf die

  • Ausleuchtung des Hintergrundes und auf einen
  • ausreichenden Betrachtungsabstand

geachtet werden, um Beeinträchtigungen des Sehvermögens zu vermeiden.

So strapazieren zum Beispiel zu große Helligkeitsunterschiede zwischen Bildschirm und Hintergrund sowie Lichtreflexe auf dem Bildschirm das Auge stark.

Grundsätzlich gilt: Je größer der Bildschirm, desto größer sollte der Betrachtungsabstand sein.

TCO-Standard für Bildschirme

TCO Development (ein von TCO, dem Dachverband der schwedischen Angestellten Gewerkschaften gegründetes Unternehmen) verleiht Gütesiegel für Geräte, die an Büroarbeitsplätzen eingesetzt werden.

Dabei werden folgende Kriterien geprüft und bewertet:

  • die Ergonomie,
  • der Energieverbrauch,
  • allgemeine ökologische Kriterien und
  • Emissionen elektrischer und magnetischer Felder.

TCO-Empfehlungen für maximale Emissionen von Bildschirmen

Die TCO-Empfehlungen für die maximalen Emissionen von Bildschirmen sind sehr niedrig angesetzt, da sie das ehrgeizige Ziel verfolgen, die an einem PC-Arbeitsplatz bereits vorhandenen elektrischen und magnetischen Felder (zum Beispiel von verschiedenen elektrischen Geräten) nicht zusätzlich zu erhöhen. Dies ist aus Vorsorgegründen zu begrüßen.

Das TCO-Gütesiegel wird regelmäßig aktualisiert und an den Stand der Technik angepasst. Mittlerweile ist es weit verbreitet und sehr viele Bildschirme halten den TCO-Standard ein. Nähere Informationen finden Sie auf der Internetseite von TCO Development.

TCO-Standard für Deutschland nicht verbindlich

Für die Bundesrepublik Deutschland ist der TCO-Standard nicht verbindlich. Bildschirmgeräte unterliegen wie andere elektrische Geräte den Vorschriften des Produktsicherheitsrechts. Anforderungen an Emissionen elektrischer und magnetischer Felder sind in DIN-Normen enthalten.

Weitere Anforderungen sind zum Beispiel in ISO-Normen enthalten und betreffen unter anderem

  • Störsicherheit,
  • Flimmerfreiheit,
  • Kontraste,
  • Konvergenzfehler und
  • Farbverhalten.
Stand: 27.04.2016

© Bundesamt für Strahlenschutz