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Elektromagnetische Felder

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Elektromagnetische Felder

Anwendung / Vorkommen

Statische sowie niederfrequente elektrische und magnetische Felder begegnen uns im Alltag in vielfältiger Form: Statische Felder zum Beispiel bei der Straßenbahn oder bei der Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragung (HGÜ), niederfrequente Felder zum Beispiel bei elektrischen Geräten, bei Hochspannungsleitungen und beim Stromnetz der Bahn. Warensicherungsanlagen in Kaufhäusern und Supermärkten arbeiten teilweise mit niederfrequenten Feldern. Bei der Magnet-Resonanz-Tomographie (MRT) in der Medizin werden unter anderem starke statische Magnetfelder angewandt. Elektroautos und Hybridfahrzeuge, deren Antriebssysteme ebenfalls niederfrequente elektrische und magnetische Felder erzeugen, werden in Zukunft eine größere Rolle spielen. Seltenere Anwendungen sind unter anderem die sogenannten „Magnetheilmittel“.

Warensicherungsanlage

Warensicherungsanlagen

Warensicherungsanlagen sollen in Kaufhäusern Diebstähle verhindern. An den Waren wird dazu in Abhängigkeit von der Beschaffenheit der zu sichernden Gegenstände ein hartes Etikett oder ein Klebeetikett befestigt. Wird das Etikett nicht deaktiviert oder entfernt, bevor mit der Ware der Überwachungsbereich einer elektronischen Warensicherungsanlage durchschritten wird, so löst die Anlage einen Alarm aus.

Transformatorstationen

In Transformatorstationen wird die elektrische Energie der Verteilnetze von mehreren tausend Volt (Mittelspannung) auf die in Haushalten benötigten 230 beziehungsweise 400 Volt (Niederspannung) umgespannt. Eine Transformatorstation kann einen oder mehrere Niederspannungs-Stromkreise speisen.

Ein Induktionsherd

Induktionsherd

Die Funktion von Induktionsherden, die auch als Wirbelstromherde bezeichnet werden, beruht auf einem einfachen physikalischen Prinzip. Durch ein zeitlich veränderliches Magnetfeld werden in elektrisch leitfähigen Gegenständen, in diesem Fall im Kochtopf, elektrische Ströme erzeugt (induziert). Diese führen zu einer direkten Erwärmung des Kochtopfes.

Namensschild mit Dauermagnet

Andere Anwendungen

Außer den weit verbreiteten Quellen elektrischer und magnetischer Felder, wie Haushaltsgeräte, Elektroinstallationen und Anlagen der Stromversorgung gibt es noch einige spezielle Anwendungen, die ebenfalls statische oder niederfrequente Felder in ihrer Umgebung hervorrufen.

Elektrifizierte Strecke der Eisenbahn

Öffentliche Stromversorgung und Eisenbahn

Der Bereich der niederfrequenten Felder umfasst elektrische und magnetische Wechselfelder mit Frequenzen zwischen 1 Hz und 100 kHz. Im Alltag ergibt sich die Exposition der Bevölkerung hauptsächlich durch die elektrischen und magnetischen 50-Hz-Felder von Elektrogeräten und Hausinstallationen sowie der externen Strom- oder Elektrizitätsversorgung. Vor allem in der Nähe von Bahnstrecken können auch elektrische und magnetische Felder mit der für den Eisenbahnbetrieb verwendeten Frequenz 16,7 Hz auftreten.

Eine Frau beim Haare föhnen

Haushaltsgeräte & Elektroinstallationen

Niederfrequente elektrische und magnetische Felder werden auch durch Haushaltsgeräte und Elektroinstallationen im Haus erzeugt. Die Sicherheit von Geräten wird in Deutschland in Produktnormen auf der Basis des Produktsicherheitsgesetzes geregelt. Soweit in diesen Normen auch eine Beurteilung der möglichen gesundheitlichen Wirkungen der elektrischen und magnetischen Felder erfolgt, wird dafür meist die Grenzwertempfehlung des Rates der Europäischen Union herangezogen.

Bildschirmgeräte

Bildschirmgeräte

Wie von allen elektrischen Büro- und Haushaltsgeräten gehen auch von Fernsehern und Computerbildschirmen (Monitore) niederfrequente elektrische und magnetische Felder aus. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um elektrische und magnetische Wechselfelder mit der Frequenz der Stromversorgungsnetze von 50 Hz.

Feldbelastung im Alltag

Im Rahmen einer Studie des BfS, die im Zeitraum von Mai 1996 bis Juni 1997 zur "Erfassung der niederfrequenten magnetischen Exposition der Bürger in Bayern" im Auftrag des Bayerischen Staatsministeriums für Landesentwicklung und Umweltfragen durchgeführt wurde, zeigte sich, dass bei 24-stündigen Messungen mittels am Körper tragbarer Personendosimeter für das magnetische Feld bei 50 Hertz ein arithmetischer Mittelwert für alle untersuchten Personen von 0,101 Hertz und ein Medianwert von 0,047 Hertz erreicht wurden.

© Bundesamt für Strahlenschutz