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Elektromagnetische Felder

Mobilfunk, WLAN & Co. - SAR-Werte von Handys - Stromnetz - Haushaltsgeräte & Elektroinstallationen

Elektromagnetische Felder

Schutz

Die rechtlichen Regelungen einschließlich der Grenzwerte zum Schutz der Bevölkerung vor gesundheitlichen Gefahren durch hochfrequente elektromagnetische Felder sind in der „Verordnung über elektromagnetische Felder" auf der Grundlage des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV) festgeschrieben. Aufgrund wissenschaftlicher Unsicherheiten über mögliche gesundheitliche Wirkungen der hochfrequenten Felder sollten die Grenzwerte durch Vorsorgemaßnahmen ergänzt werden.

Zwei junge Frauen telefonieren mit Handy und Smartphone

Empfehlungen des BfS zum Telefonieren mit dem Handy

Beim Mobilfunk werden hochfrequente elektromagnetische Felder zur Übertragung von Informationen eingesetzt. Handys erzeugen diese Felder beim Telefonieren ohne Freisprecheinrichtung direkt am Kopf. Zurzeit gibt es bei Einhaltung der international festgelegten Höchstwerte keine wissenschaftlichen Beweise für gesundheitliche Beeinträchtigungen.

Vorsorgemaßnahmen

Die Grenzwerte für Mobilfunksendeanlagen und der für Endgeräte maximal zulässige SAR-Wert schützen vor den nachgewiesenen gesundheitlichen Wirkungen der hochfrequenten Felder des Mobilfunks. Es bestehen aber nach wie vor Unsicherheiten in der Risikobewertung, die durch die wissenschaftliche Forschung zum Beispiel im Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm nicht vollständig beseitigt werden konnten.

in der Hand gehaltenes Smartphone

Umweltzeichen Blauer Engel für Mobiltelefone - wie viele Geräte damit ausgezeichnet werden könnten

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erhebt seit 2002 regelmäßig bei den Herstellern die spezifische Absorptionsrate (SAR-Werte) von auf dem Markt erhältlichen Mobiltelefonen (Handys). Bei der Erhebung wird auch ermittelt, wie viele Geräte die höhere Anforderung des Umweltzeichens "Blauer Engel" erfüllen. Für das Umweltzeichen dürfen Mobiltelefone einen SAR-Wert von 0,6 Watt pro Kilogramm nicht überschreiten.

Ende Oktober 2016 wurde erstmals ein Smartphone mit dem Blauen Engel ausgezeichnet.

Eine Frau bei der Nutzung eines Tablets

Smartphones und Tablets – Tipps zur Reduzierung der Strahlenbelastung

Smartphones verwenden genauso wie klassische Mobiltelefone hochfrequente elektromagnetische Felder für die Übertragung von Sprache und Daten. Neben Mobilfunkverbindungen können Smartphones in der Regel auch Wireless Lan (WLAN) nutzen. Ähnliches gilt für Tablets: Sie nutzen hochfrequente Felder für WLAN-Verbindungen und haben oftmals auch Mobilfunk eingebaut.
Das BfS gibt Tipps zur Reduzierung der individuellen Strahlenbelastung.

SAR-Werte von Handys

Beim Mobilfunk werden hochfrequente elektromagnetische Felder genutzt, um Sprache oder Daten zu übertragen. Wenn man mit dem Handy telefoniert, wird ein Teil der Energie dieser Felder im Kopf aufgenommen. Führt man das Handy zum Beispiel in einer Tasche der Kleidung bei sich und benutzt zum Telefonieren ein Headset, so wird die Energie von dem Körperteil aufgenommen, in dessen Nähe sich das Handy befindet. Als Maß für die Energieaufnahme dient die so genannte Spezifische Absorptionsrate (SAR). Sie wird in Watt pro Kilogramm (W/kg) gemessen.

Behördliche Kontrolle von Mobilfunksendeanlagen

Mobilfunksendeanlagen bedürfen bei einer Strahlungsleistung von 10 Watt (EIRP) oder mehr einer Standortbescheinigung der Bundesnetzagentur für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen (Bundesnetzagentur). Diese prüft im sog. Standortverfahren die Einhaltung der Grenzwerte. Ob Mobilfunksendeanlagen beim Betrieb die Grenzwerte einhalten, wird außer von der Bundesnetzagentur insbesondere von den zuständigen Immissionsschutzbehörden überwacht. Weitere Anforderungen an Mobilfunksendeanlagen ergeben sich aus dem Bauplanungs- und dem Bauordnungsrecht, gegebenenfalls auch aus dem Naturschutz- und dem Denkmalschutzrecht.

© Bundesamt für Strahlenschutz