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Elektromagnetische Felder

Mobilfunk, WLAN & Co. - SAR-Werte von Handys - Stromnetz - Haushaltsgeräte & Elektroinstallationen

Elektromagnetische Felder

Wo kommen hochfrequente elektromagnetische Felder vor?

Hochfrequente Felder begegnen uns im Alltag in vielfältiger Form, zum Beispiel bei:

  • dem Mobilfunk
  • Rundfunk und Fernsehen
  • schnurlosen Telefonen
  • WLAN und Bluetooth.

Grenzwerte

Für ortsfeste Hochfrequenzanlagen gilt die "Verordnung über elektromagnetische Felder" auf der Grundlage des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (26. BImSchV, siehe "Grenzwerte"). Für Sender mit weniger als 100 mW Strahlungsleistung EIRP, wie zum Beispiel übliche WLAN- Router, sind in der 26. BImSchV keine Grenzwerte festgelegt. Für Sender mit mehr als 100 mW EIRP aber weniger als 10 W EIRP gelten die Grenzwerte der 26. BImSchV unter bestimmten Bedingungen. In der Tabelle ist angegeben, ab welchem Abstand von der Sendeantenne in Hauptstrahlrichtung (Sicherheitsabstand) die Grenzwerte üblicherweise eingehalten sind.

Anlagen, die im Frequenzbereich zwischen 100 kHz und 10 MHz senden, müssen die Grenzwerte für die momentanen Effektivfeldstärken und Grenzwerte für die über 6 Minuten gemittelte Immission einhalten. Für gepulste Aussendungen (z.B. RADAR) gelten zusätzliche Bedingungen.

Die 26. BImSchV gilt nicht für ortsveränderliche Hochfrequenzsender. Für ortsveränderliche Geräte, die in unmittelbarer Nähe zum Körper betrieben werden, wie zum Beispiel Handys, gelten Empfehlungen zur Begrenzung der Spezifischen Absorptionsrate (SAR) entsprechend der EU-Ratsempfehlung 1999/519/EC. Weil sich der Körper bei diesen Geräten im Nahbereich der Antenne befindet und Rückwirkungen auf den Sender hat, ist eine Begrenzung der Leistungsaufnahme des Körpers (der Spezifischen Absorptionsrate) erforderlich, eine Begrenzung von elektrischen beziehungsweise magnetischen Feldstärken ist nicht ausreichend.

In der nachfolgenden Tabelle sind die wichtigsten Quellen hochfrequenter Felder mit den wesentlichen Parametern - darunter auch die jeweils gültigen Grenzwerte oder Referenzwerte - zusammengestellt.

Quellen hochfrequenter Felder
QuelleFrequenzTypische SendeleistungMessabstand von der Sendeantenne/ typische Höhe der ExpositionReferenzwert / GrenzwertGrenzwerte
für quadratisch
über 6-Minuten-
Intervalle
gemittelte Immissionen
(26. BImSchV)
Rundfunksender-

Mittelwelle

526 kHz  - 1,6 MHz

1,8 MW 50 m / 450 V/m83 V/m, 27 µT87 - 69 V/m, 1,38 - 0,45 A/m
300 m / 90 V/m
Grenzwert wird ab ca. 350 Metern in Hauptstrahlrichtung eingehalten*

Kurzwelle

4 MHz - 26 MHz

750 kW 50 m  / 121,5 V/m 83 V/m, 27 µT (nur für f ≤ 10 MHz) 43,5 – 28
V/m, 0,18 –
0,073 A/m
220 m / 27,5 V/m
Grenzwert wird ab ca. 220 Metern in Hauptstrahlrichtung eingehalten*
UKW88 MHz - 108 MHz ≤ 100 kW ca. 1,5 km / < 0,05 W/m2entfällt28 V/m, 0,073
A/m
Grenzwert wird ab ca. 250 Metern in Hauptstrahlrichtung eingehalten*
Fernsehsender-
VHF174 MHz - 223 MHz ≤ 300 kW ca. 1,5 km/ < 0,02 W/m2 28 V/m bzw. 2 W/m228 V/m, 0,073
A/m
(entspricht etwa
2 W/m2)
Grenzwert wird ab ca. 150 m in Hauptstrahlrichtung eingehalten*
UHF 470 MHz - 838 MHz ≤ 5 MW ca. 1,5 km < 0,005 W/m230 - 40 V/m
bzw.
2,3 - 4,2 W/m2
30 - 40 V/m,
0,08 – 0,11
A/m
(entspricht etwa
2,3 - 4,2
W/m2
Grenzwert wird ab zirka 75 Metern in Hauptstrahlrichtung eingehalten*
Mobilfunk -
D-Netz (GSM 900)
Basisstation 890 MHz
- 915 MHz
4 Kanäle,
je 15 W **
50 m / 0,06 W/m241 - 43 V/m bzw. 4,5  - 4,8 W/m241,0 - 41,6 V/m, 0,110 - 0,111 A/m
(entspricht etwa 4,5 W/m2)
Grenzwert wird nach wenigen Metern in Hauptstrahlrichtung eingehalten*
Handy935 MHz - 960 MHzmax. 2 W als Spitzenwert
E-Netz  (GSM 1800)
Basisstation1710 MHz -
1785 MHz
4 Kanäle,
je 10 W **
50 m / 0,04 W/m256,8 - 58,1 V/m bzw. 8,6 - 8,9 W/m256,8 - 58,1 V/m, 0,153 - 0,156 A/m  (entspricht 8,6 - 9,1 W/m2)
Grenzwert wird nach wenigen Metern in Hauptstrahlrichtung eingehalten*
Handy1805 MHz -
1880 MHz
max. 1 W als Spitzenwert
UMTS
Basisstation2110 MHz -
2170 MHz
2 Kanäle,
je 20 W **
50 m / 0,04 W/m261 V/m bzw. 10 W/m261 V/m, 0,16 A/m (entspricht etwa
10 W/m2)
Grenzwert wird nach wenigen Metern in Hauptstrahlrichtung eingehalten*
Handy1920 MHz - 1980 MHzmax. 1 W als Spitzenwert
DECT-Telefone -
Basisstation1880 MHz - 1900 MHz max. 250 mW als Spitzenwert
Mobilteil1880 MHz - 1900 MHzmax. 250 mW als Spitzenwert
WLAN und Bluetooth -
WLAN2400 MHz -
2484 MHz
max. 100 mW
5100 MHz -
5800 MHz
max. 1 W
Bluetooth 2400 MHz -
2480 MHz
max. 100 mW
CB-Funk -
Antennenanlage

26,6 MHz -
27,4 MHz
wenige Watt28 V/m28 V/m, 0,73 A/m
Handgerät 26,6 MHz -
27,4 MHz
max. 4 W
Radargeräte -
Flugüber-
wachung (zivil und militärisch) ***
1 GHz - 10 GHz 0,2 kW - 2,5 MW 43,5 - 61 V/m bzw.
5 - 10 W/m2, zusätzliche Begrenzung der Spitzenwerte
43,5 - 61 V/m (entspricht
5 - 10 W/m2), zusätzliche Begrenzung der Spitzenwerte
Wetterradar 1 GHz - 10 GHz0,1 - 0,25 MW100 m in Hauptstrahlrichtung / 10 W/m2 43,5 - 61 V/m bzw. 5 - 10 W/m2, zusätzliche Begrenzung der Spitzenwerte43,5 - 61 V/m, 0,117 - 0,16 A/m (entspricht etwa 5 - 10 W/m2), zusätzliche Begrenzung der Spitzenwerte
1 km in Hauptstrahl-
richtung / 0,1 W/m2
Grenzwert wird in öffentlich zugänglichen Bereichen eingehalten

Verkehrsradar

9 GHz - 35 GHz Leistung
0,5 - 100 mW
3 m / 0,25 W/m261 V/m bzw. 10 W/m2
10 m / < 0,01 W/m2
Grenzwert wird unmittelbar am Gerät eingehalten
HF-Warensicherungsanlagen-

1 MHz - 10 GHz Zugänglicher Bereich / < 0,002 W/m228 - 87 V/m je nach Frequenz

*) In anderen Richtungen als der Hauptstrahlrichtung werden die Grenzwerte in der Regel nach wesentlich geringeren Abständen unterschritten.
**) Typische Leistungswerte, wie sie im Standortverfahren bei der Bundesnetzagentur beantragt werden.
***) Die Strahlenbelastung, die bei leistungsstarken Radaranlagen durch Röntgenstrahlung entsteht, wird bei bestimmungsgemäßem Gebrauch durch Abschirmung auf ein zu vernachlässigendes Maß reduziert.

Stand: 20.10.2017

© Bundesamt für Strahlenschutz