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Eurobarometer Spezial: Elektromagnetische Felder – Report 347

  • In der Eurobarometer-Studie (Report 347) wurde die öffentliche Wahrnehmung bezüglich möglicher Gesundheitseffekte durch elektromagnetische Felder in der Europäischen Union im Jahr 2010 erfragt und mit den Ergebnissen einer Befragung aus den Jahren 2006 und 2007 verglichen.
  • Das Eurobarometer bestätigt im Wesentlichen die durch die Forschungsvorhaben des Bundesamtes für Strahlenschutz gefundenen Ergebnisse:

    • Die deutschen Bürgerinnen und Bürger sorgen sich nur wenig um die gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder. Die Zahlen zeigen eine gleich bleibende bis rückläufige Tendenz.
    • Die Mehrheit der Befragten fühlt sich "gar nicht bis schlecht" informiert. Für 70 % der europäischen Befragten sind elektromagnetische Felder nicht von Interesse, da das Thema für sie nicht verständlich ist.
    • Der laut dem Ergebnis der Studien beste Weg, Bürgerinnen und Bürger zu informieren, wäre das Fernsehen oder die Printmedien. Das Internet wird zunehmend genutzt und sollte daher bei der Informationsvermittlung stärker berücksichtigt werden.

Das Eurobarometer ist eine seit 1973 in regelmäßigen Abständen von der Europäischen Kommission in Auftrag gegebene Serie von Meinungsumfragen unter EU-Bürgerinnen und -Bürgern. Als Ergebnis der Umfragen veröffentlicht die Kommission Berichte zur öffentlichen Meinung zu zentralen Themen, die die Europäische Union betreffen. Ziel der Umfragen ist es, Entwicklungen in der öffentlichen Meinung innerhalb der EU zu beobachten und zu erkennen.

In der Eurobarometer-Studie (Report 347) wurde die öffentliche Wahrnehmung bezüglich möglicher Gesundheitseffekte durch elektromagnetische Felder in den 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU 27) im Jahr 2010 erfragt und mit den Ergebnissen einer Befragung aus den Jahren 2006 und 2007 (Eurobarometer 272a / Wave 66.2) verglichen.

Ergebnisse für die deutschen Befragten im Vergleich zu den Befragten aus anderen europäischen Ländern

Die deutschen Befragten machen sich beim Thema "Elektromagnetische Felder" vergleichsweise wenig Gedanken um ihre Gesundheit. Mittlerweile haben die deutschen Befragten mehr Bedenken bei den Hochspannungsleitungen als beim Handy oder den Mobilfunkbasisstationen. Als den Testpersonen eine Liste von Quellen hoch- beziehungsweise niederfrequenter elektromagnetischer Felder vorgelegt wurde, konnten selbst Befragte aus bildungsnäheren Schichten diese nur unzureichend zuordnen.

Nur etwa jeder dritte Befragte hatte sich Informationsmaterial bezüglich elektromagnetischer Felder beschafft. 50 Prozent der Interessierten waren mit der Qualität dieses Informationsmaterials „zufrieden“, ein deutlicher Anstieg im Vergleich zur letzten Umfrage. Das bevorzugte Informationsmedium der Deutschen ist und bleibt das Fernsehen, gefolgt von den Printmedien.

In Deutschland fühlen sich 30 Prozent durch die Behörden vor den gesundheitlichen Risiken durch elektromagnetische Felder effektiv geschützt. Insgesamt haben die deutschen Befragten höhere Ansprüche und Erwartungen an die Europäische Union als die Bürgerinnen und Bürger anderer Staaten.

Vergleich mit den Ergebnissen von Forschungsvorhaben, die im Auftrag des BfS durchgeführt wurden

Die Ergebnisse dieser Eurobarometer-Studie (Report 347) wurden mit zwei im Rahmen von Forschungsvorhaben im Auftrag des BfS durchgeführten Studien verglichen: Ermittlung der Befürchtungen und Ängste der breiten Öffentlichkeit hinsichtlich möglicher Gefahren der hochfrequenten elektromagnetischen Felder des Mobilfunks und Risikowahrnehmung und Risikokommunikation im Bereich der niederfrequenten Felder. Insgesamt ähneln sich die Ergebnisse der verschiedenen Umfragen, auch wenn die Prozentzahlen nicht immer identisch sind. Dies kann mit den Formulierungen der Fragen und der Auswahl der Befragten zusammenhängen.

Das Eurobarometer bestätigt im Wesentlichen die durch die Forschungsvorhaben des Bundesamtes für Strahlenschutz gefundenen Ergebnisse:

  • Die deutschen Bürgerinnen und Bürger sorgen sich nur wenig um die gesundheitlichen Auswirkungen elektromagnetischer Felder. Die Zahlen zeigen eine gleich bleibende bis rückläufige Tendenz.
  • Die Mehrheit der Befragten fühlt sich "gar nicht bis schlecht" informiert. Für 70 % der europäischen Befragten sind elektromagnetische Felder nicht von Interesse, da das Thema für sie nicht verständlich ist.
  • Der laut dem Ergebnis dieser Studien beste Weg, Bürgerinnen und Bürger zu informieren, wäre das Fernsehen oder die Printmedien. Das Internet wird zunehmend genutzt und sollte daher bei der Informationsvermittlung stärker berücksichtigt werden.

Der Bekanntheitsgrad der zuständigen Behörden kann über die oben genannten Wege (Fernsehen, Printmedien und auch Internet) erhöht und die Kompetenz der Verantwortlichen besser kommuniziert werden.

Stand: 02.01.2017

© Bundesamt für Strahlenschutz