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Nukleare Entsorgung

Weitere Videos zu diesem Thema finden Sie auf den Internetseiten www.asse.bund.de, www.endlager-konrad.de und www.endlager-morsleben.de

Video Abstand und Abschirmung

Wie kann man sich vor diesen Gefahren schützen?

Radioaktive Stoffe können nicht unschädlich gemacht werden. Ihre Strahlenintensität nimmt aber berechenbar ab, weil sie nach einem natürlichen Zeitplan zerfallen. Je nach Stoff geschieht das unterschiedlich schnell. Von Sekundenbruchteilen bis zu einer Milliarde Jahre kann es dauern, bis sie weitgehend zerfallen sind. Die Abfälle müssen also solange sicher verwahrt werden, bis die Strahlung auf ein akzeptiertes Maß abgeklungen ist.

Video Hochradioaktive Abfälle

Castorbehälter mit hochradioaktivem Abfall im zentralen Zwischenlager Gorleben: Der Weg dorthin ist nicht ohne Hindernisse. Denn Castorbehälter gelten als Symbol für die Gefährdung durch radioaktiven Abfall und die Nutzung der Atomenergie überhaupt.

Video Endlagerung und Langzeitgefahren

Transportbehälter können aber keinen Schutz über einen Zeitraum von Tausenden Jahren und mehr bieten. Sie werden irgendwann undicht, noch bevor die Strahlung des Inhalts ausreichend abgeklungen ist.

Lagert man die Abfälle mehrere hundert Meter unter der Erdoberfläche, wie hier im Endlager für radioaktive Abfälle Morsleben, wird die direkte Strahlung sehr stark reduziert. Dafür sorgen der große Abstand und die Abschirmung durch die dazwischen liegenden Gesteinsschichten.

Video Gefährliche Strahlung

Von den radioaktiven Stoffen in diesen Abfällen geht eine unsichtbare Strahlung aus. Diese sogenannte ionisierende Strahlung kann Zellen im menschlichen Körper schädigen. Sie kann zum Beispiel die DNA verändern und gesunde Zellen zu Krebszellen verwandeln. Je stärker die Strahlung, desto wahrscheinlicher wird diese Schädigung.

Video Schwach- und mittelradioaktive Abfälle

Gebrauchsgegenstände wie Schutzanzüge oder Verpackungsmaterial werden durch ihren Einsatz in der Kerntechnik kontaminiert. Auch beim Rückbau von Atomkraftwerken fallen noch einmal große Mengen radioaktiv belastetes Material an. Anlagenteile werden demontiert und kontaminierte Oberflächen müssen abgetragen werden. Dieser schwach- und mittelradioaktive Abfall wird verpresst und in Fässer verpackt.

Mit etwa 0,1% ist der Gesamtanteil dieser Abfälle an der Radioaktivität sehr gering. Vom Volumen her machen sie jedoch über 90% der Abfallmenge aus.

Seit gut 50 Jahren wird die Kernenergie in der Bundesrepublik erforscht und genutzt, seit 50 Jahren fällt dabei radioaktiver Abfall an, und ebenso lang stellt sich schon die Frage: Wohin damit?

Video Grenzwerte

Auch geringe Belastungen unterhalb der festgelegten Grenzwerte sind nicht ungefährlich und sie erhöhen die bereits vorhandene Gefährdung durch die natürliche Strahlenbelastung. Diese liegt im Durchschnitt bei 2,1 Millisievert pro Jahr. In bestimmten Gebieten, wie dem Nordrand der Alpen und dem Erzgebirge, ist sie durch Radon besonders hoch.

Video Grundsätze

Unabhängig von allen festgelegten Grenzwerten gelten beim Strahlenschutz immer die Grundsätze, die Strahlenbelastung insgesamt so niedrig wie möglich zu halten und alle Maßnahmen, die zu einer Strahlenbelastung führen können dahingehend zu prüfen, ob sie unbedingt notwendig sind.

Video Radioaktive Abfälle

Welche gesundheitlichen Gefahren gehen von radioaktiver Strahlung aus?
Können Endlager vor dieser Strahlung schützen?
Welche Sicherheit bieten gesetzliche Grenzwerte und welchen alltäglichen Strahlenrisiken sind Bevölkerung und bestimmte Fachberufe ausgesetzt?

Video Strahlenschutzbereich

Wie in allen kerntechnischen Anlagen tragen Beschäftigte von Endlagerbergwerken Dosimeter am Körper. Damit wird eine Belastung durch Direktstrahlung permanent überwacht und auch die jährliche erhaltene Dosis erfasst.

Video Transport und Zwischenlagerung

Die Belastung durch Direktstrahlung beim Transport radioaktiver Abfälle ist gesetzlich begrenzt: An der Oberfläche des Transportbehälters darf die sogenannte Dosisleistung 2 Millisievert pro Stunde nicht überschreiten. In zwei Meter Abstand vom Transportfahrzeug darf der Wert maximal 0,1 Millisievert pro Stunde betragen. Umgerechnet auf den Jahreswert wären das 876 Millisievert pro Jahr. Wegen der kurzen Transport- und Aufenthaltszeiten an Fahrzeugen werden die hohen Werte für die Dosisleistungen akzeptiert. In der Praxis werden diese Grenzwerte deutlich unterschritten.

Video Endlagerung - Ein Blick in die Zukunft

Mehrere hundert Meter unter der Erdoberfläche: Ein Endlager für hochradioaktive Abfälle soll entstehen. Mit bewährter Technik wird ein modernes Bergwerk erstellt. Die Teilschnittmaschine bahnt die Wege, im Bergwerk auch „Stollen“ genannt. Doch wie sicher ist ein solches Endlager in Salz, Ton oder Granit über einen Zeitraum von einer Million Jahre gegen Naturgewalten wie Erdbeben, Vulkanausbrüche, Meteoriten und Eiszeiten?

© Bundesamt für Strahlenschutz