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Mobile Endlager-Ausstellung

Ende 2022 soll das letzte Atomkraftwerk in Deutschland abgeschaltet werden. Doch wohin mit den strahlenden Hinterlassenschaften des Atomzeitalters? Die mobile Endlagerausstellung des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS) zeigte auch 2016 in verschiedenen deutschen Städten, welche Herausforderungen auf dem Weg zu einem Endlager für radioaktive Abfälle zu bewältigen sind.

Virtuelle Endlager-Ausstellung (Startbild) Virtuelle Endlager-AusstellungBitte klicken Sie auf das Bild, um sich die Ausstellung online anzusehen.

Eines ist sicher: Radioaktiver Abfall wird uns alle überdauern. Über den unvorstellbar langen Zeitraum von einer Million Jahre und länger kann er die Lebewesen auf der Erde schädigen. Weltweit ist noch kein Endlager für hoch radioaktiven Abfall in Betrieb.

Durch das 2013 in Kraft getretene "Standortauswahlgesetz" (StandAG) wurde die Suche nach einem Endlager insbesondere für hoch radioaktive Abfälle in Deutschland neu geregelt. Die Suche soll ergebnisoffen und in einen breiten gesellschaftlichen Konsens erfolgen. Die durch das Standortauswahlgesetz eingerichtete "Kommission Lagerung hoch radioaktiver Abfälle" beim Deutschen Bundestag hatte die Aufgabe, Vorschläge für die Entscheidungsgrundlagen (Sicherheitsanforderungen, Kriterien) und die Öffentlichkeitsbeteiligung im späteren Standortauswahlverfahren zu erarbeiten und das Gesetz zu überprüfen. Am 5. Juli 2016 hat die Kommission ihren Abschlussbericht der Öffentlichkeit vorgestellt. Er bildet die Grundlage für eine Novellierung des Standortauswahlgesetzes und damit für die Suche nach einem Endlager für insbesondere hoch radioaktive Abfälle in Deutschland.

In der mobilen Endlagerausstellung stellt das Bundesamt für Strahlenschutz grundlegende Informationen zur Endlagerung radioaktiver Abfälle zur Verfügung. Das BfS möchte damit allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern die Möglichkeit geben, sich mit den unterschiedlichen Facetten der Endlagersuche auseinanderzusetzen und sich eine eigene Meinung zu bilden.

Vielfältige Ausstellungsinhalte

In der Endlagerausstellung wird eine multimediale Erlebnistour geboten sowie ein "Schnellkurs" in Geologie, Physik und Strahlenschutz. Einen Einstieg in das Thema bietet eine Zeittafel zu Endlagersuche und Kernenergie. Eine multimediale Darstellung erklärt die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der bundesdeutschen Projekte Schachtanlage Asse, Endlager Morsleben und Schacht Konrad. Ein filmischer Rückblick zeigt zudem die Geschichte des Bergwerks Gorleben.

Mit Hilfe von Computeranimationen wird die geologische Entstehung der Endlagergesteine Salz, Ton und Granit erläutert. Ein Blick in die Schweiz, nach Frankreich und Finnland zeigt, wie andere Länder die Endlagerung umsetzen. Was bei der Einlagerung hochradioaktiver Abfälle in Salz, Ton oder Granit im Verlauf von Hunderttausenden bzw. Millionen Jahren geschehen kann, präsentiert eine "Zukunftsmaschine".

Mobile Ausstellung

Die mobile Ausstellung ist in zwei Überseecontainern installiert und wurde seit 2009 in vielen bundesdeutschen Städten präsentiert. Auch 2016 war die Ausstellung auf Tour, um über das Thema Endlagerung radioaktiver Abfälle zu informieren und mit den Bürgerinnen und Bürgern ins Gespräch zu kommen.

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Impressionen

Informationsmaterial des BfS

Stand: 06.10.2016

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© Bundesamt für Strahlenschutz