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Epidemiologie

Kooperationen des BfS mit nationalen und internationalen Hochschulen und Instituten zum Thema "Epidemiologie"

Internationales Pooling von UranbergarbeiterstudienEinklappen / Ausklappen

Kooperationspartner

Zielsetzung

Unter der Leitung von Prof. Richardson von der University of North Carolina, USA, wird zurzeit eine weltweite gemeinsame Auswertung der Uranbergarbeiter-Kohortenstudien vorbereitet. In dieser gemeinsamen Auswertung sollen neben den Daten der Wismut-Kohorte Daten aus den USA, Kanada, Frankreich und Tschechien eingehen. Diese gepoolte Kohorte wird ca. 125.000 Uranbergarbeiter mit ca. 8.000 Lungenkrebsfällen umfassen.

Von dieser Zusammenarbeit werden unter Anderem wichtige Erkenntnisse zum Lungenkrebs-Risiko bei niedrigen über einen langen Zeitraum einwirkenden Strahlenbelastungen erwartet. Auch der Zusammenhang zwischen Radonbelastung und anderen Krebsarten als Lungenkrebs oder anderen Erkrankungen, wie zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen, soll in der gepoolten Kohorte untersucht werden.

Gesundheitseffekte bei UranerzaufbereiternEinklappen / Ausklappen

Kooperationspartner

Zielsetzung

Mögliche gesundheitliche Effekte durch Uranexposition sind nach wie vor unklar. Um dieser Fragestellung nachzugehen, wertet Dr. Zablotska von der University of California zurzeit die Daten der Wismut-Uranerzaufbereiter gemeinsam mit den Daten kanadischer Uranerzaufbereiter aus. Eine Publikation der Ergebnisse ist in Vorbereitung.

Zusammenhang von Lungenkrebs, Quarzfeinstaub und RadonEinklappen / Ausklappen

Kooperationspartner

Zielsetzung

Die Dosis-Wirkungs-Beziehung für den Zusammenhang zwischen dem Lungenkrebsrisiko und Quarzfeinstaub im Niedrigdosisbereich wird nach wie vor kontrovers diskutiert. Die Wismut-Kohortenstudie bietet aufgrund ihrer Größe, der hohen Anzahl von Lungenkrebsfällen und der Informationen zu Quarzfeinstaub und Radon hervorragende Möglichkeiten, diesen Zusammenhang sowie kombinierte Effekte von Radon und Quarzfeinstaub zu untersuchen. In einer ersten Auswertung wurde gezeigt, dass eine statistisch signifikante Expositions-Wirkungs-Beziehung zwischen Lungenkrebs und Quarzfeinstaub vorliegt. Mit einer Verlängerung des Follow-Up Zeitraums um 10 Jahre von Ende 2003 auf Ende 2013 werden weitere Erkenntnisse erwartet. Die Auswertungen erfolgen in enger Zusammenarbeit mit Arbeitsmedizinern des IPA-Instituts der DGUV.

Zusammenhang zwischen Leukämie und ionisierender StrahlungEinklappen / Ausklappen

Kooperationspartner

Zielsetzung

Gemeinsam mit der BAuA wurde eine eingebettete Fall-Kontroll Studie zum Zusammenhang zwischen Leukämie und ionisierender Strahlung bei Wismutbeschäftigten durchgeführt. Die BAuA ist Inhaberin des Gesundheitsdatenarchivs der Wismut, welches eine Dokumentation der regelmäßigen arbeitsmedizinischen Untersuchungen der Wismutbeschäftigten enthält. Aus diesen Unterlagen wurden die Daten der medizinischen Strahlenbelastung für die Studie erhoben. Die zugehörigen Daten zur beruflichen Strahlenbelastung liegen im BfS. Ziel ist es, den Zusammenhang zwischen beruflicher Strahlenbelastung und der Leukämiesterblichkeit unter Berücksichtigung der medizinischen Strahlenbelastung zu untersuchen. Die Ergebnisse der Fall-Kontroll-Studie werden in Kürze publiziert.

Zeitlicher Zusammenhang zwischen Radonexposition und gesundheitlicher WirkungEinklappen / Ausklappen

Kooperationspartner

Zielsetzung

Die Exposition gegenüber Radon wirkt sich erst nach einer zeitlichen Verzögerung auf die Gesundheit aus. Das Forschungsvorhaben soll die Zeitdifferenz zwischen beruflicher Radonexposition und Lungenkrebssterblichkeit anhand der Wismut Bergarbeiterkohorte näher beschreiben. Dabei wird eine neue Methode (DLNM, distributed lag non-linear models) eingesetzt und weiterentwickelt.

Modelle für durch Radon und Rauchen verursachten LungenkrebsEinklappen / Ausklappen

Kooperationspartner

Zielsetzung

Für dieses Projekt werden derzeitige Lungenkrebsmodelle in der WISMUT Alpha Risk Kohorte mit der nun verfügbaren, größeren Wismut Kohorte erweitert. Durch die zusätzlichen Daten und die höhere Lungenkrebssterblichkeit können bessere Modelle generiert werden. Die zusätzlichen Datensätze enthalten auch mehr Beschäftigte aus den Jahren vor 1955, als die Radonkonzentrationen noch deutlich höher waren. Darüber hinaus wurden die Angaben zum Rauchen anhand eines Datensatzes ermittelt, der hauptsächlich Bergleute enthält, die vor 1955 eingestellt wurden. Es ist also eher gerechtfertigt, die Raucherdaten in einer Kohorte aus ähnlichen Beschäftigungsjahren anzuwenden.

Stand: 12.12.2016

© Bundesamt für Strahlenschutz