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Gesundheitliche Auswirkungen von TETRA

Das BfS hat mit der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) eine Vereinbarung geschlossen. Ziel dieser Vereinbarung ist es, beim Aufbau des Funknetzes für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) die grundlegenden Anforderungen des Strahlenschutzes sowie der Information und Risikokommunikation angemessen zu berücksichtigen. In der Vereinbarung ist festgelegt, dass die BDBOS zur Klärung offener wissenschaftlicher Fragen die Durchführung von Forschungsvorhaben zur Risikobewertung von Feldern des TETRA-Standards finanziert. Es wurden zwei Forschungsvorhaben und eine Literaturstudie durchgeführt, die alle abgeschlossen sind.

Artikel Einfluss TETRA-genutzter Signalcharakteristik auf kognitive Funktionen

In den vergangenen Jahren wurden international mehrere Studien zum Einfluss der elektromagnetischen Felder des Mobilfunks auf die geistige Leistungsfähigkeit und auf das Gehirn im Wachzustand und im Schlaf durchgeführt. Hierbei wurden, unterhalb der für die Öffentlichkeit gültigen maximalen Exposition durch Handys von 2 W/kg, keine gesundheitlich relevanten Einflüsse gefunden. In Deutschland wurde für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben ein neues Digitalfunknetz aufgebaut, das nach dem TETRA-Standard arbeitet. Die Wirkung der Exposition durch TETRA Signale auf den Menschen ist wesentlich weniger erforscht als die durch den Mobilfunk.

Artikel Verteilung von SAR-Werten bei Expositionen durch TETRA-Endgeräte

Die Einführung eines bundesweit einheitlichen digitalen Funksystems für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) wird für die Beschäftigten zu einer Veränderung ihrer beruflich bedingten Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern führen. In dem vorgesehenen Sendefrequenzbereich knapp unterhalb von 400 MHz stellt der mit Kontakt zum Körper oder in unmittelbarer Nähe zum Körper stattfindende Betrieb leistungsstarker Funksendegeräte eine unter dem Aspekt des Strahlenschutzes noch vergleichsweise wenig untersuchte Expositionssituation dar. Im Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) wurden vornehmlich Expositionen bei höheren Frequenzen untersucht, sodass Ergebnisse des DMF nur eingeschränkt auf die zu erwartenden Expositionssituationen der Beschäftigten von BOS übertragen werden können. Ziel des Forschungsprojekts ist die Bestimmung der Exposition der Nutzer von Funksendegeräten, die im digitalen BOS-Funknetz in Deutschland verwendet werden.

© Bundesamt für Strahlenschutz