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Gesundheitliche Auswirkungen von TETRA

Das BfS schloss im Jahr 2008 mit der Bundesanstalt für den Digitalfunk der Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BDBOS) eine Vereinbarung, die im November 2017 beendet wurde. Ziel dieser Vereinbarung war es, beim Aufbau des Funknetzes für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) die grundlegenden Anforderungen des Strahlenschutzes sowie der Information und Risikokommunikation angemessen zu berücksichtigen. In der Vereinbarung war festgelegt, dass die BDBOS zur Klärung offener wissenschaftlicher Fragen die Durchführung von Forschungsvorhaben zur Risikobewertung von Feldern des TETRA-Standards finanziert. Es wurden zwei Forschungsvorhaben und eine Literaturstudie durchgeführt, die alle abgeschlossen sind.

Artikel Einfluss TETRA-genutzter Signalcharakteristik auf kognitive Funktionen

In den vergangenen Jahren wurden international mehrere Studien zum Einfluss der elektromagnetischen Felder des Mobilfunks auf die geistige Leistungsfähigkeit und auf das Gehirn im Wachzustand und im Schlaf durchgeführt. Hierbei wurden, unterhalb der für die Öffentlichkeit gültigen maximalen Exposition durch Handys von 2 W/kg, keine gesundheitlich relevanten Einflüsse gefunden. In Deutschland wurde Ende 2015 der Ausbau eines neuen Digitalfunknetzes für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, das nach dem TETRA-Standard arbeitet, im Wesentlichen abgeschlossen. TETRA (Terrestrial Trunked Radio) verwendet einen Frequenzbereich um 400 MHz. Die Wirkungen der Exposition durch TETRA Signale auf den Menschen sind wesentlich weniger erforscht als die durch den Mobilfunk.

Artikel Verteilung von SAR-Werten bei Expositionen durch TETRA-Endgeräte

Das bundesweit einheitliche digitale Funksystems für die Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben (BOS) führt für die Beschäftigten zu einer Veränderung ihrer beruflich bedingten Exposition gegenüber elektromagnetischen Feldern. In dem vorgesehenen Sendefrequenzbereich knapp unterhalb von 400 MHz stellt der mit Kontakt zum Körper oder in unmittelbarer Nähe zum Körper stattfindende Betrieb leistungsstarker Funksendegeräte eine unter dem Aspekt des Strahlenschutzes noch vergleichsweise wenig untersuchte Expositionssituation dar. Im Deutschen Mobilfunk Forschungsprogramm (DMF) wurden vornehmlich Expositionen bei höheren Frequenzen untersucht, sodass Ergebnisse des DMF nur eingeschränkt auf die zu erwartenden Expositionssituationen der Beschäftigten von BOS übertragen werden können. Ziel des Forschungsprojekts ist die Bestimmung der Exposition der Nutzer von Funksendegeräten, die im digitalen BOS-Funknetz in Deutschland verwendet werden.

© Bundesamt für Strahlenschutz