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Drittmittelforschung

Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) beteiligt sich an Forschungsvorhaben, die von Dritten initiiert und finanziert werden. Dabei handelt es sich meist um Vorhaben der Europäischen Union (EU). Das BfS ist darüber hinaus auch Nationale Kontaktstelle (NKS) für das Forschungsrahmenprogramm der EU im Bereich Strahlenschutz. Hierbei berät das BfS unter anderem Arbeitsgruppen in Deutschland, die Anträge zur Förderung eines Forschungsvorhabens im Strahlenschutz an die EU stellen wollen.

RADPAR

Das Ziel des EU-Projekts RADPAR (Radon Prevention and Remediation; deutsch: Radonprävention und -sanierung) war es, EU Mitgliedsstaaten bei der Verminderung des durch Radon in Wohnungen verursachten Lungenkrebsrisikos zu unterstützen.

SEMI-NUC

Das BfS war Partner in dem EU-geförderten Projekt SEMI-NUC, das von 2013 bis 2016 unter der Koordination der International Agency for Research on Cancer (IARC), Frankreich, durchgeführt wurde. Ziel des Projektes war es, die Möglichkeiten für weitergehende Untersuchungen zu den gesundheitlichen Auswirkungen der sowjetischen Atombombentests in Kasachstan auszuloten.

PREPARE

Im Projekt "PREPARE" sollen Lücken im kerntechnischen und radiologischen Notfallschutz geschlossen werden, die nach dem Unfall in Fukushima identifiziert wurden. Im Projekt sollen Notfallschutz-Konzepte bei lang anhaltenden Freisetzungen überprüft werden, Probleme bei Messverfahren und in der Lebensmittelsicherheit bei grenzüberschreitenden Kontaminationen bearbeitet und fehlende Funktionen in Decision Support-Systemen ergänzt werden (Quellterm-Rekonstruktion, verbesserte Ausbreitungsmodellierung, Berücksichtigung des aquatischen Ausbreitungspfads in europäischen Flusssystemen). Die Verfahren zur Informationssammlung und -weitergabe, zur Kommunikation mit der Öffentlichkeit sowie zur Lageeinschätzung bei kerntechnischen/radiologischen Notfällen sollen verbessert werden.

EPI-CT

Die Langzeitrisiken für die Entwicklung strahleninduzierter Krebserkrankungen nach medizinischen computertomographischen (CT) Untersuchungen wurden bislang noch nicht direkt ermittelt. Wissenschaftlich nachgewiesen ist, dass Strahlenexpositionen größer etwa 100 mSv bei Erwachsenen und größer etwa 10 mSv bei Kindern ein nachweisbar erhöhtes Krebsrisiko bergen. Die internationale EPI-CT Studie untersucht zum ersten Mal umfassend biologische Effekte und gesundheitliche Risiken nach CT Untersuchungen in einer Kohorte von über 1 Million Kindern.

STORE

Das STORE-Projekt wurde von der Europäischen Kommission als Support Action unter dem 7. EURATOM Rahmenprogramm finanziert. Das Projekt lief unter dem Thema: Fission-2008-3.1.1: Daten- und Gewebebanken. Das STORE-Konsortium bestand aus acht Partnern aus fünf Ländern und wurde durch das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) koordiniert.

PEDDOSE.NET

Das EU-Projekt PEDDOSE.NET ("Dosimetry and Health Effects of Diagnostic Applications of Radiopharmaceuticals with particular emphasis on the use in children and adolescents") sammelte und bewertete vorhandene Wissen über altersabhängige Dosimetrie radioaktiver Substanzen, die aktuell für bildgebende diagnostische Verfahren in der Nuklearmedizin verwendet werden.

ZiSS

Die zelluläre Strahlenüberempfindlichkeit und Strahlenresistenz sind unter verschiedenen Aspekten ein zentrales Thema in der angewandten Strahlenforschung. Zum einen birgt eine Strahlenüberempfindlichkeit für beruflich oder medizinisch strahlenexponierte Personen ein erhöhtes strahlenbedingtes Tumorrisiko, zum anderen sind Strahlenüberempfindlichkeit und -resistenz von Tumor- und Normalgewebe wesentliche Faktoren bei der strahlentherapeutischen Behandlung von Tumoren.

multibiodose

Das Ziel dieses interdisziplinären Verbundprojektes ist es, eine Vielzahl von biodosimetrischen Verfahren zu untersuchen und sie unterschiedlichen Szenarien eines großen Strahlenunfalls anzupassen.

Biologische Dosimetrie (RENEB)

Im Falle eines großen Strahlenvorfalles wird die Handlungskapazität von Notfalleinrichtungen durch die Bildung eines dauerhaften Netzwerkes der Biologischen Dosimetrie, deutlich gestärkt. Eine gut organisierte Zusammenarbeit zwischen einer Vielzahl einschlägig erfahrener Laboratorien aus ganz Europa bietet in diesem Fall die einzige Möglichkeit für eine schnelle und zuverlässige biologische Dosisabschätzung. Das Ziel von RENEB ist es, ein dauerhaftes Europäisches Biodosimetrie-Netzwerk aufzubauen, um das Europäische Notfallmanagement bei Strahlenunfällen so schnell und effektiv wie möglich zu unterstützen.

© Bundesamt für Strahlenschutz