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Aktuelles

Forschungsprogramm zum Stromnetzausbau: Ziele und Durchführung

Das Bundesamt für Strahlenschutz ( BfS ) führt ein begleitendes Forschungsprogramm zum Strahlenschutz beim Ausbau der Stromnetze durch. Durch das Forschungsprogramm sollen bestehende Unsicherheiten in der Risikobewertung verringert werden. Um die interessierte Öffentlichkeit zu informieren, fand am 11. Juli eine öffentliche Auftaktveranstaltung statt und im Nachgang eine Online-Konsultation.

In ihrem Vortrag am BFS-Standort München stellt Frau Dr. Blanka Pophof, (BFS) die bereits initiierten wie auch die geplanten Forschungsvorhaben vor.

Ionisierende Strahlung Ein- und Ausfuhr bzw. grenzüberschreitende Verbringung von radioaktiven Stoffen

Über die atomrechtlichen Rahmenbedingungen der Arbeit des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) bei grenzüberschreitenden Verbringungen radioaktiver Stoffe berichtet Dr. Michael Ganz (BAFA) im Bundesamt für Strahlenschutz in Berlin. Dabei stellt er die jeweiligen Verfahrensabläufe ebenso dar wie das Zusammenwirken mit den Zolldienststellen und den Aufsichtsbehörden der Bundesländer.

Elektromagnetische Felder Viel Zuspruch für Forschungsprogramm Stromnetzausbau

Nach der regen Teilnahme an der Online-Konsultation zum Forschungsprogramm Stromnetzausbau wird das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) nun konkrete Vorschläge zu weiteren Untersuchungen in das Forschungsprogramm aufnehmen. Dazu gehören z. B. solche zum Schlaf oder zu bestimmten molekularen Signalkaskaden. Berücksichtigt werden sollen auch die aktuelle wissenschaftliche Literatur sowie die Ergebnisse von Fachgesprächen. Die meisten der rund 160 Kommentare bezogen sich allerdings auf das gesamte Programm. Insgesamt gab es viel Zuspruch für das Forschungsprogramm. Einige Bürgerinnen und Bürger äußerten sich allerdings auch besorgt, das Vorhaben komme zu spät. Das BfS weist in diesem Zusammenhang daraufhin, dass nach derzeitigem Stand keinerlei Gesundheitsgefahren von niederfrequenten Feldern ausgehen, wenn die Grenzwerte eingehalten werden. Allerdings gibt es einige wissenschaftliche Unsicherheiten, die in den nächsten Jahren geklärt werden sollen.

Paulini wirbt für sachlichen Diskurs über Strahlenrisiken

Anlässlich einer internationalen Strahlenschutztagung am 8. November 2017 im BfS in München hat die Präsidentin des Bundesamts für Strahlenschutz (BfS), Inge Paulini, für einen sachlichen Diskurs über Strahlenrisiken geworben. "Wir alle tragen die Verantwortung, potenzielle Risiken ehrlich, offen und verständlich zu diskutieren und zu kommunizieren, ohne dabei unnötige Bedenken auszulösen. Als verlässlicher Partner in wissenschaftlichen und öffentlichen Debatten, sollten wir solche Diskurse unterstützen, die auf wissenschaftlichen Fakten und nicht auf Angst basieren", betonte sie zur Eröffnung einer Veranstaltung der Internationalen Strahlenschutzkommission (ICRP) und der Internationalen Kommission zum Schutz vor nichtionisierender Strahlung (ICNIRP), die am Mittwoch im BfS in Neuherberg bei München stattfand.

© Bundesamt für Strahlenschutz